Der Trend zum Carsharing in Deutschland

Peugeot und Citroën setzen auf neue Konzepte bei der Mobilität. Elektrofahrzeuge und Kooperationen mit der Deutschen Bahn sollen die Kunden an den Peugeot-Konzern binden. Die Autohersteller stecken ganz allgemein in einem Dilemma, Mobilitätsanspruch und Mobilitätsverhalten der Menschen haben sich verändert. So ziehen immer mehr Menschen in Großstädte. Dort sind die Verkehrsnetze des öffentlichen Personennahverkehrs wesentlich besser ausgebaut als auf dem Land.

Inhalt dieses Beitrags

Wegen der angespannten Parkplatz- und Verkehrssituation sowie den ständig weiter steigenden Benzinpreisen verzichten viele Einwohner in den Städten auf ein eigenes Auto. Das hat sicherlich, im Hinblick auf die CO2-Bilanz einen positiven Effekt, Automobilhersteller wird er jedoch sicherlich nicht begeistern. Sie sind daher zunächst einmal an alternativen Mobilitätskonzepten interessiert. Da ist im Moment Carsharing besonders angesagt. Daimler setzt in diesem Zusammenhang auf car2go, Volkswagen hat Tests mit Quicar in Hannover laufen, Peugeot hat mit MuBy ein elektronisches, flexibles Mietwagen-Konzept entwickelt und BMW ist mit DriveNow im Geschäft. Besonders clever war offensichtlich Citroën, die sich mit der Deutschen Bahn einen prominenten, aber branchenfremden Partner ins Boot geholt haben. Die Franzosen arbeiten schon seit längerem mit der Deutschen Bahn zusammen, Citroën hat bereits Hunderte von Fahrzeugen an die bahneigene Carsharing-Flotte „Flinkster“ geliefert.

Die Bahn wirbt damit, dass sie mit rund 2.500 Autos in 140 Städten und 190.000 Kunden über das größte Carsharing-Netz in Deutschland verfügt. Erst kürzlich habe man weitere 300 Citroën DS3 für den eigenen Fuhrpark geordert.

Der Markt ist in ständiger Bewegung

Der französische Autohersteller bringt nun in Berlin unter eigenem Namen ein Carsharing-Angebot auf den Markt. Dabei handelt es sich um den einzigen Carsharing-Anbieter in Deutschland mit einem reinen Elektrofahrzeug-Angebot. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern bietet C-Zero von Citroën nur Elektrofahrzeuge zum Teilen an. Man glaubt dort an die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft. Um die Entwicklung weiter voran zu treiben, hat man den eigenen Carsharing-Vertrieb gegründet. Dafür werden zunächst einmal 100 Elektro-Flitzer auf die Straße geschickt. Je nach Bedarf wird die Anzahl in den nächsten Jahren auf bis zu 500 Steckdosenautos aufgestockt. Um ein elektronisches Auto ausleihen zu dürfen, muss man sich zunächst für 25 Euro als Kunde registrieren lassen. Danach gestaltet sich die Nutzung recht einfach, auf der Webseite, per Telefon oder Smartphone-App kann der Kunde die nächstgelegene Leihstation ermitteln und sich ein Fahrzeug reservieren lassen. Das Fahrzeug lässt sich mit Hilfe der Kundenkarte öffnen, der jeweilige Schlüssel befindet sich im Handschuhfach. Nach Ende der Nutzung können die Fahrzeuge auf sämtlichen öffentlichen Parkplätzen oder an einer der Ladestellen von RWE als Strompartner, abgestellt werden. Der Werbeslogan des Unternehmens lautet „100% elektrisch und 100% flexibel“. Umsonst ist der Spaß mit der elektrischen Fortbewegung natürlich nicht. Für eine Grundgebühr von 10 Euro monatlich, steht den Kunden das Elektromobil zum Preis von 2,50 Euro zehn Minuten lang zur Verfügung, ohne Grundgebühr kostet der gleiche Spaß 2,50 Euro. Der Maximalbetrag pro Tag liegt bei 39 Euro. Im Preis sind Vollkasko- und Haftpflichtversicherung, sowie die Kosten für Ökostrom und Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen enthalten. Für Gewerbetreibende werden spezielle Business-Konditionen angeboten.

Umweltfreundlich und preiswert

Je nach Witterung schafft ein voll aufgeladener C-Zero von Citroën rund 150 Kilometer, niemand muss Angst haben, bei kürzerer Distanz liegenzubleiben. Die Mitarbeiter des Carsharing-Anbieters achten auf die Fahrzeuge. Wird eines davon nicht an einer Ladesäule geparkt, dann wird es von den Mitarbeitern umgesetzt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass übernommene Fahrzeuge immer vollständig geladen sind. Und wer etwas länger auf dem Land unterwegs ist, um die Oma zu besuchen, der kann das Fahrzeug ja immer noch an die Haushaltssteckdose anstöpseln, während er ein paar Schnittchen verdrückt. Nach ungefähr zwei Stunden ist der Akku wieder zu 40 Prozent geladen. Wer nicht nur die Oma, sondern auch noch einen Onkel oder eine Tante in anderen Landesteilen besuchen möchte, hat dazu auch die Möglichkeit. Die Kooperation mit der Deutschen Bahn ermöglicht den Kunden einen Zugriff auf das vollständige deutsche Flinkster-Netz der Bahn, ohne vorherige Registrierung oder weitere Kosten. Das ist ein nicht unerheblicher Vorteil gegenüber den Angeboten anderer Anbieter, die wesentlich stärker standortgebunden sind. Bei erfolgreichem Projektverlauf soll das System auf weitere Städte in Deutschland ausgeweitet werden. Die Einbeziehung von europäischen Städten ist in Planung.

Die Schwestermarke von Peugeot ist ebenfalls an einer Kooperation mit der Deutschen Bahn interessiert, eine Absichtserklärung bezüglich einer zukünftigen Zusammenarbeit besteht bereits. Die DB Rent setzt inzwischen schon Elektrofahrzeuge von Peugeot in ihrer Carsharing-Flotte ein, über eine Ausweitung der Zusammenarbeit wird nachgedacht, erste Gespräche laufen bereits. Gleichzeitig möchte Peugeot das eigene Mobilitätskonzept MuBy Peugeot weiter ausbauen. Vor zwei Jahren startete man in Berlin, inzwischen können Kunden von MuBy Peugeot in 31 deutschen Städten nicht nur Elektroflitzer und weitere Fahrzeuge, bis hin zum Transporter anmieten. Das Unternehmen hat ebenso E-Scooter, Pedelecs, Fahrräder und sogar Zubehör, wie Schneeketten oder Dachboxen im Programm.

Aktuell hat MuBy Peugeot europaweit 95 Standorte im Angebot, der hundertste wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Anders als bei den anderen Herstellern kann man derzeit bei MuBy Fahrzeuge bisher nur wochen- oder tageweise anmieten da man sich ganz bewusst nicht als reines Carsharing-Unternehmen, sondern vielmehr als multimodales Mobilitätskonzept verstanden wissen möchte. Aufgrund der Nachfrage am Markt arbeitet man inzwischen dennoch auch an einem Konzept der Kurzzeitmiete, Deutschland soll dabei der Pilotmarkt sein. Auch bei MuBy ist die Abwicklung der Fahrzeugübernahmen einfach geregelt. Kunden müssen sich auf der Homepage registrieren und ihr Konto mit einer beliebigen Summer per Kreditkarte aufladen. Im Anschluss können alle Services des Unternehmens bundesweit genutzt werden, die Abbuchung der Kosten erfolgt über das aufgeladene Konto.

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