Die ultimativ besten Tipps, um ein Auto zu pflegen

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich etliche Mythen in Bezug auf die Autopflege gebildet, die teilweise den Nachteil haben, bei Befolgung im schlimmsten Fall sogar das Auto zu schädigen. Es gilt in diesem Zusammenhang, richtige Tipps zu geben und Märchen als solche zu entlarven.
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So darf man beispielsweise sein Auto keineswegs überall dort waschen, wo man es für richtig oder praktisch hält. Es gibt hierzu keine bundeseinheitliche Regelung, eine Nachfrage bei der zuständigen Behörde, meist die Untere Wasserbehörde, ist ratsam. Sollte das Waschen Ihres Fahrzeuges erlaubt sein, beispielsweise auf Ihrem eigenen Grundstück, dann sollten Sie dies dennoch niemals auf unbefestigten Böden tun, beispielsweise Kiesböden oder Rasenflächen. Das Risiko, dass schadhafte Stoffe ins Grundwasser gelangen, ist sehr groß – und Sie sind haftbar. Es ist somit in Ihrem eigenen Interesse, das Fahrzeug ausschließlich auf festem Untergrund wie Stein oder Asphalt, zu waschen. Stellen Sie dabei sicher, dass die Reinigungsmittel und das Waschwasser in die Kanalisation abfließen.

Waschanlage oder nicht, das ist hier die Frage

Ob Handwäsche oder eine Waschanlage die eigene Karosse besser säubert, ist eine seit Jahren geführte Glaubensfrage, ohne dass diese bisher entschieden worden wäre. In einer Waschanlage spart man viel Mühe und Zeit, eine einfache Schaumwäsche ist durchaus empfehlenswert, die sogenannten Nanoversiegelungen dagegen sind nicht so sinnvoll. Die Haltbarkeit ist nicht gerade überwältigend, eine Handpolitur bringt wesentlich mehr.

In beiden Fällen ist es wichtig, darauf zu achten, dass der am Fahrzeug befindliche grobe Schmutz vorher mit Wasser abgespült wird. Dazu empfiehlt sich die Vorwäsche durch einen Mitarbeiter in einer Waschanlage oder die Auswahl eines Vorwäscheprogramms. So können feinste Kratzer durch Schmutzpartikel vermieden werden.

Auch bei einer Handreinigung sollte der gröbste Schmutz vorher mit Wasser abgewaschen werden. Dafür stehen meist in SB-Waschanlagen Hochdruckreiniger zur Verfügung, die jedoch auch mit Vorsicht zu genießen sind. So sollten Sie den Hochdruckreiniger niemals direkt auf das Gummi der Autoreifen richten, damit durch die heißen Temperaturen und den hohen Druck keine Schäden am Gummi entstehen. Das ist gerade bei Reifen eine heikle Angelegenheit, die später unliebsame Folgen haben kann. Um Reifen, Felgen und Lack schadensfrei mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, sollten Sie das Gerät in einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern auf das Fahrzeug richten.

Die handelsüblichen Geschirrspülmittel und Haushaltsreiniger sollte man bei der Reinigung von Fahrzeugarmaturen übrigens nicht verwenden, da sie den Kunststoff angreifen und zu Spannungsrissen führen können. Gerade im Bereich von Airbags ist das Risiko hoch, dass Sollbruchstellen angegriffen werden können. Da ist eine schonende Pflege mit speziellen Cockpit-Reinigern besser. Einige Hersteller empfehlen sogar eine ausschließliche Wasserreinigung, um Schäden vorzubeugen.

Was sonst noch wichtig ist

Zigarettengeruch bekommt man nur sehr schwer aus einem Auto entfernt, Nikotingestank ist äußerst langlebig, der toxische Geruch verursacht nicht nur gelbliche Verfärbungen an der Innendecke, er setzt sich auch in den Sitzpolstern fest. Es werden etliche Hausmittel angepriesen, die Zigarettengeruch aus dem Auto entfernen sollen. Allen voran muss das Fahrzeug, insbesondere Aschenbecher und Sitzpolster, gründlich gereinigt werden. Danach kann das Aufstellen einer Schale mit frisch gemahlenem Kaffee, Reis oder Mehl helfen, alle drei binden den Geruch und die Feuchtigkeit im Raum. Auch ein kleingeschnittener Apfel oder ein wenig Essig sollen Gerüche aus Fahrzeugen entfernen. Äpfel sind in der Lage, Mief zu binden und sorgen zusätzlich für frischen Duft. Das Obst einfach in zwei Hälften schneiden und es, bei geschlossenen Fenstern, für 24 Stunden ins Fahrzeug legen.

Profis nutzen stattdessen die Ozonbehandlung. Sie entfernt alle Gerüche und ist vollkommen ungefährlich. Dabei wird der Innenraum des Autos vollständig abgedichtet, anschließend mit einem Spezialgerät Ozon eingeleitet. Das Gas bleibt ebenfalls 24 Stunden im Fahrzeug, bindet Gerüche und entfernt sie dauerhaft. Das Ozon zerfällt nach einiger Zeit und wandelt sich zu reinem Sauerstoff. Übrigens ist auch hier vorher eine ausgiebige Reinigung des Innenraums notwendig.

Der beste Tipp, den man jemandem geben kann, um Felgen zu polieren, ist der, eine Werkstatt aufzusuchen und das Polieren fachmännisch durchführen zu lassen. Unsachgemäße Behandlung von Felgen kann schnell dazu führen, dass diese ruiniert und ernsthaft beschädigt werden. Sofern Sie diesen Tipp aus Kostengründen nicht beherzigen wollen, beginnen Sie mit einer gründlichen Reinigung und besorgen Sie sich die entsprechenden Mittel zur Lackbeseitigung und dem Entfernen der Dichtungen. Auf weitere Informationen möchten wir hier verzichten. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten und Methoden, Felgen zu reinigen. Sie sind jedoch alle auf die jeweiligen Felgen speziell abgestimmt und sollten unbedingt beachtet werden. Wir können daher an dieser Stelle keine allgemeingültigen Tipps abgeben. Abgesehen von dem eingangs erwähnten Hinweis über den Einsatz von Fachwerkstätten.

Liebling Autolack

Oft ist der Glanz des Neuwagens der Stolz eines jeden Autobesitzers. Diesen Glanz zu erhalten, ist das Ziel vieler Autoliebhaber, auch wenn die Freude über den strahlenden Lack oft nur von kurzer Dauer ist. Staub und Dreck, Insekten, Vogelkot verdrecken den Lack innerhalb kürzester Zeit. Bei leichten Verschmutzungen ist es ausreichend, den Lack mit klarem, warmem Wasser, unter Verwendung eines Autoshampoos zu waschen. Da die Seife bestehende Versiegelungen aufbricht, ist anschließend eine erneute Versiegelung notwendig. Sind weder Verwitterungen noch Kratzer im Lack sichtbar, reicht das Auftragen von Hartwachs. Sollten jedoch leichte Kratzer im Lack sein, ist eine Politur notwendig. Vogeldreck ist sehr aggressiv und kann sich schnell in den Lack einfressen, daher sollten Sie entsprechende Verschmutzungen noch am gleichen Tag abwaschen. Achten Sie dabei darauf, dass das Fahrzeug nicht in der prallen Sonne steht, da sich der Vogelkot sonst sehr schnell in den Lack einbrennen kann.

Solange der Kot noch feucht ist, eignen sich für die Reinigung Baby-Reinigungstücher oder auch einfache Feuchttücher. Auch ein weicher Schwamm und ein wenig warmes Wasser leisten gute Dienste. Das Hausmittel schlechthin ist, eine mit Wasser angefeuchtete Tageszeitung auf die Verschmutzung zu legen und sie nach einiger Zeit wie eine Art Haut wieder abzunehmen. Ist der Kot schon eingetrocknet, sollten Sie ihn zunächst einweichen. Achten Sie dabei aber darauf, den Lack nicht durch unbedachtes Abkratzen zu beschädigen.

Es ist bekannt, was geschieht, wenn Insekten bei hohem Tempo auf ein Auto prallen. Auf der Windschutzscheibe sorgen sie schnell für eine Art Schmierfilm mit schlechter Sicht, sobald der Scheibenwischer eingeschaltet wird. Je eher Sie diese Insekten entfernen, umso besser für Ihr Fahrzeug. Das gilt auch dann, wenn Sie den Autolack von Insekten befreien wollen. Er erweckt zwar den Eindruck, dennoch ist Autolack keine hundertprozentig ebene Fläche. Daher können sich tote Insekten hartnäckig in den vielen kleinen Poren festsetzen und den Lack nachhaltig beschädigen. Sind sie schon auf dem Lack angetrocknet, müssen die betroffenen Stellen zunächst mit Wasser eingeweicht werden. Im Anschluss ist eine Autowäsche die effektivste Reinigungslösung. Neben Insekten und Vogeldreck können auch Baumharze den Lack nachhaltig angreifen und schädigen. Hier sind ganz besonders Ahorn, Birke und Pappel potenzielle Schädiger parkender Autos.

Wer im Sommer an den Strand fährt, rechnet eher nicht damit, dass Salz den Autolack angreift. Ein schwerer Fehler. Denn der vom Strand heranwehende Sand ist ebenso sehr salzhaltig wie die Meeresluft. Wer mit seinem Auto direkt an den Strand fährt, sollte sein Fahrzeug unbedingt zeitnah mit klarem Wasser abspülen, damit sich das Salz nicht festsetzen kann. Achten Sie dabei auch darauf, die zahlreichen kleinen Nischen und Ritzen gründlich vom Dreck zu befreien.

Speziell im Winter gehört Salz zu den schlimmsten Feinden des Autolacks. Auch hier ist eine regelmäßige Pflege die einzige Möglichkeit der Vorbeugung. Waschen Sie Ihr Fahrzeug und versiegeln Sie anschließend den Lack mit Wachs und Politur. Das bedeutet ausreichenden Schutz vor Feuchtigkeit und Streusalz. Das Pflegeprogramm sollte immer dann erneuert werden, sobald das Wasser nicht mehr vom Lack abperlt.

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