Jetzt umweltbewusst fahren! Tesla und die Zukunft der Autoindustrie

Die deutschen Autobauer sind erfolgreich wie nie, müssen sich jedoch auf radikale Veränderungen einstellen, die ihnen sehr schwer fallen werden. Volkswagen hat seine Absätze in den letzten Jahren um sage und schreibe 90% gesteigert, Daimler hat 65% und BMW 60% zugelegt. Die Marktanteile der deutschen Autobauer im Premiumbereich sind überwältigend. Noch! Sie investieren derzeit viele Milliarden, um technologisch ihren Vorsprung zu behalten.
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Trotz einiger Schwächen zeichnen sie sich dennoch durch eine gewaltige Innovationskraft aus. Die deutschen Fahrzeughersteller bauen immer schnellere, sicherere, komfortablere, leistungsstärkere und effizientere Fahrzeuge, sie sind derzeit in diesem Bereich kaum zu schlagen.

Der Automarkt wird sich dramatisch verändern.

Dennoch zeigen sich erste Wolken am Horizont, aktuell vollzieht sich ein dynamischer Wandel in der Branche, der zu völlig neuen Produktionsfeldern führen könnte. In den vergangenen zehn Jahren hat sich nicht nur die Zahl der Innovationen im Automobilbereich mehr als verdreifacht auf über 1.200, auch die Geschwindigkeit, mit der diese Neuerungen in die Praxis übernommen werden, hat sich dramatisch erhöht. Gleichzeitig befindet sich die PS-Industrie in einer Innovationsphase, in der mit jeder Innovation der Nutzen für die Kunden immer geringer wird.

Beispiel 1: Diesel- und Benzinmotoren stellen seit über 100 Jahren die führende Antriebstechnologie dar. Inzwischen scheint der Höhepunkt überschritten. Durch immer neue Ziele beim Klimaschutz steigen für die konventionellen Antriebstechnologien, trotz Verbrauchsreduzierung und vielen weiteren Innovationen, die Unterhaltskosten. Die Effizienz bei der Aerodynamik, im Leichtbau und der Motortechnik scheint ausgereizt. Die Frage steht im Raum, wie die Autobauer neue Antriebstechnologien entwickeln können, für die der Kunde nicht mehr bezahlen will. Das erhöht das Innovationspotenzial bei alternativen Antriebskonzepten, wie der Elektrifizierung und Hybridisierung, bei der noch erhebliche Verbesserungen möglich sind. Das Elektroauto kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn es einen zusätzlichen Nutzen für die Kunden bringt, beispielsweise als Teil einer vernetzten Infrastruktur.

Beispiel 2: Seit über einhundert Jahren war zum Autofahren ein aufmerksamer Fahrer notwendig. Inzwischen gilt der Höhepunkt des selbst steuernden Fahrers als überschritten, der Fahrer wird immer mehr, durch automatisierte Technik, überflüssig. Selber Auto fahren, könnte in der Zukunft wieder zum Luxus werden, vollautomatische Fahrzeuge werden die Mobilität verändern, Herstellermarken werden an Bedeutung verlieren.

Beispiel 3: Ebenfalls seit mehr als 100 Jahren war es das Ziel eines jeden Menschen in den Industrieländern, ein eigenes Auto zu besitzen. In den Städten gilt der Besitz eines Autos inzwischen längst nicht mehr als Vorteil, sondern immer mehr als Last. Steigende Unterhaltskosten, Parkplatzsuche und Dauerstaus nerven und machen das Auto immer unattraktiver.

Carsharing und andere Nutzungsarten werden für den oder die Fahrer immer interessanter. Das Auto wird zum Teil eines neuen Mobilitätssystems. Womöglich besitzen Kunden zukünftig nur noch eine Art Mobilitätschip, unterteilt in Premium, Economy und Business.

Vieles spricht dafür, dass es in der Automobilbranche in den nächsten zwanzig Jahren zu einem radikalen Wandel kommen wird. Da große Unternehmen, wie die Automobilkonzerne, in festgelegten Bahnen arbeiten, haben sie große Schwierigkeiten mit derartigen Veränderungen. Sie haben feste Systeme entwickelt für aktuelle Technologien, Kompetenzen, Geschäftsmodelle und Kundenerwartungen. Das sind alles Stolpersteine auf der Suche nach neuen Wegen.

Das ist auch der Grund, weshalb die vollkommen neuwertigen Innovationen zu vollkommen anderen Technologien der gleichen Branche, meist aus branchenfremden Unternehmen kommen, die ihrerseits mit vollkommen unbekannten Geschäftsmodellen arbeiten. Die Welt ist voller Beispiele von starken Akteuren, sowohl wirtschaftlich wie auch politisch, die sich unangreifbar wähnten, und bei denen doch am Höhepunkt der Macht der Absturz begann – auch wenn er sich jahrzehntelang hinzog. Das sollte den deutschen Automobilbauer eine ausreichende Warnung sein.

Tesla kommt aus der Tiefe des Raums als Überflieger

Tesla möchte in Deutschland Batterien herstellen nachdem bekannt wurde, dass Daimler die bisher einzige Fabrik für Batteriezellen von Elektroautos, in der Nähe von Dresden, schließen will. Elon Musk, Chef von Tesla warf den hiesigen Autoherstellern mangelndes Engagement vor, obwohl sie über beste Voraussetzungen verfügen würden. Sie sollten daher viel mehr Energie in die Entwicklung von Batterien stecken. Letzten Endes ist das dem Tesla-Chef jedoch egal, kann er doch davon profitieren, indem er in die Lücke stößt. Er kündigt ein entsprechendes Vorgehen auch gleich in einem Spiegel-Interview an: „Ich gehe davon aus, dass Tesla langfristig in Deutschland eine Batteriefabrik errichten wird.“

Allerdings kritisiert man bei Tesla nicht nur die deutschen Autohersteller, auch die japanische Konkurrenz bekommt ihr Fett weg. Das neue Serienfahrzeug von Toyota mit Brennstoffzellen betrachtet Musk mit Skepsis. Das habe überhaupt keinen Sinn, das Verfahren sei ineffizient, ein Fahrzeug mit diesem Antrieb benötige die dreifache Energie eines batteriegetriebenen Fahrzeugs. Auch Elektrofahrzeuge mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor lehnt er ab. „Das ist ähnlich wie bei den Amphibienfahrzeugen. Sie sind weder an Land noch im Wasser ausreichend effizient.“

Dass Toyota und Daimler kürzlich Anteile an Tesla verkauft haben, betrachtet Musk jedoch nicht als Warnsignal: „Beide Unternehmen wollen einfach nur Gewinne realisieren.“ Die Zusammenarbeit mit Daimler wird auf jeden Fall fortgesetzt, und mit BMW wird über eine Kooperation in der Batterietechnik und bei den Ladestationen verhandelt.

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