Autobahn: So schützen Sie sich vor einem Verkehrsunfall

Zahllose Autofahrer fühlen sich bei der Fahrt auf der Autobahn ziemlich unwohl. Nicht nur die Einfahrt auf den Beschleunigungsstreifen lässt den Puls in die Höhe schießen, auch der Respekt vor Lkw und anderen Verkehrsteilnehmer steht im Vordergrund. Dabei hat eine Forschung der Unfallforschung der Versicherung (kurz UDV) ergeben, dass Autobahnen mitunter die sichersten Straßen in Deutschland darstellen.

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Richtiges Einfahren auf die Autobahn muss nicht schwer ein

Für die meisten Autofahrer kommt es einem Horrorszenario gleich: Die Auffahrt auf die Autobahn. Dabei muss auf dem Beschleunigungsstreifen Tempo gegeben werden, um mit dem fließenden Autobahnverkehr mithalten zu können. Gleichzeitig ist es natürlich wichtig, den Blinker zu betätigen und von dem Beschleunigungsstreifen auf die zwei- oder dreispurige Autobahn einzufädeln. Nicht selten wird diese rechte Bahn, auf die es zunächst einzufahren gilt, vom Fließverkehr blockiert. Doch die meisten Autofahrer, Lkw und Motorradfahrer nehmen Rücksicht. Erkennen diese die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer, die auf die Autobahn fahren möchten, wechseln sie häufig die Spur und machen den Weg somit frei.

Doch was ist zu tun, wenn der Verkehr auf der rechten Spur zäh ist und sich keine Lücke vorfindet? Dies ist nur selten der Fall. Sollte es dennoch dazu kommen, so müssen diejenigen Autofahrer, die sich auf der Beschleunigungsspur befinden, zurückhalten, das Tempo drosseln und bei nächster Gelegenheit auf die Autobahn einfädeln.

Tipp: Bevor Autofahrer von der Beschleunigungsspur auf die Autobahn wechseln, sollten Sie stets einen konkreten Blick in den Rückspiegel vornehmen und auch den Seitenblick nicht vergessen. Befindet sich kein Fahrzeug auf der Spur, so kann die Fahrt auf die Autobahn ohne Hindernisse vollzogen werden.

Schilder richtig deuten und Fahrverhalten anpassen

Wenn die Bundesstraße oder Schnellstraße endet und durch eine Autobahn ersetzt wird, regelt dies ein spezielles Straßenschild. Dieses zeigt eine weiße Straße mit einem blauen Hintergrund. Endet die Autobahn so ist dieses Straßenschild mit einem roten Strich versehen, welcher quer über das Schild gezogen ist. Doch dieses Schild ist nicht das einzige, welches sich auf Autobahnen anfindet.

Zunächst zeigen in regelmäßigen Abständen Schilder die Entfernungen zum Wunschziel an. Müssen Autofahrer mehrere Autobahnen befahren, um an das Ziel zu gelangen, so findet sich unter dem Ort ein Trennstrich plus der Angabe der Autobahnnummer an. An jeder Ausfahrt steht zudem ein Ausfahrtsschild mit einem Pfeil – so können Autofahrer ihre Abfahrt nicht verfehlen. Ein „“U““ über dem Ausfahrtsschild zeigt übrigens eine Bedarfsumleitung an.

Hinweis: In Deutschland gibt es auf Autobahnen kein Tempolimit. Ist die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben, dürfen Autofahrer so schnell fahren, wie sie möchten. Ausgenommen von dieser Regel sind Lkw, Traktoren, Wohnmobile etc. Leider fühlen sich Autofahrer immer wieder in Bedrängnis, was schnellfahrende Fahrzeugfahrer anbelangt. Kein Wunder, zeigen sich zahlreiche Drängler nicht gerade von ihrer besten Seite.

Es ist daher wichtig, sich immer an die Verkehrssituation und das Fahrverhalten anderer anzupassen. Überhöhte Geschwindigkeiten bedeuten auch, dass Unfälle schneller passieren können. Auch wer langsamer fährt, gelangt irgendwann ans Ziel. Alle Verkehrsteilnehmer sollten daher stets rücksichtsvoll verhalten, nicht immer auf ihr Recht bestehen und schon gar nicht die Lichthupe betätigen, nur weil der Vordermann vielleicht langsamer und vorsichtiger fährt.

Kommt es zu einem Stau, ist es nötig, die Geschwindigkeit zu drosseln. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer signalisieren weiterhin durch Betätigung der Warnlichtanlage, dass der Verkehr stockt oder zum Stillstand kommt. Damit können nachfolgende Autofahrer gezielter reagieren und sich dem Verkehr anpassen.

Nicht vergessen:
Bei Stau ist immer eine Rettungsgasse zu bilden. Diese ist nötig, um Rettungsfahrzeuge ungehindert und zügig passieren zu lassen. Dazu ist es wichtig, dass Fahrzeuge der linken Spur so weit wie möglich nach links ausweichen und Autos der rechten Spur so weit wie möglich nach rechts ausweichen. Es entsteht folglich zwischen der linken und mittleren Spur eine freie Gasse. Das Verhalten der Verkehrsbeteiligten ist dazu in §11 StVO festgehalten. Wer sich nicht an das Gesetz hält, riskiert ein Bußgeld zwischen 100 Euro und 320 Euro sowie einen bis zwei Punkte in Flensburg. Je nach Schwere des Vergehens kann auch Fahrverbot verhängt werden.

Von Überholverboten und Rüttelstreifen

Auch wenn es nicht immer den Anschein haben mag, doch das Überholen ist auch auf Autobahnen nicht immer gestattet. So gilt überall ein grundsätzliches Rechtsüberhol-Verbot. Das ist auch dann verboten, wenn der Verkehr nur schleichend vorankommt. Autofahrer dürfen nur dann rechts schneller fahren, wenn sich auf der linken Spur ein Stau bildet. In diesem Rahmen sollte der Verkehr der rechten Spur auch die Geschwindigkeit zügeln und vorsichtig an den anderen Autos vorbeiziehen.

Damit mehr Sicherheit auf deutschen Autobahnen herrscht, wurde im Laufe der Zeit vermehrt auf Rüttelstreifen zurückgegriffen. Diese finden sich gelegentlich an Fahrstreifen, Seitenstreifen und auch an Standstreifen an. Bei der Verwendung kommen spezielle Oberflächenstrukturen oder Vertiefungen bei den Fahrbahnbelägen zum Tragen. Überfährt nun der Autofahrer diesen Rüttelstreifen, kommt es zu Vibrationen und Geräuschen. Der Autofahrer nimmt diese Gegebenheiten auf jeden Fall wahr. Diese Rüttelstreifen sollen in erster Linie auf Gefahren hinweisen und den Fahrer zur Vorsicht mahnen.

Wie haben sich Autobahnfahrer bei Geisterfahrern zu verhalten?

Sie sind selten, aber doch der Schrecken einer jeden Autobahn: die Geisterfahrer. Autofahrer, die versehentlich die falsche Auffahrt zur Autobahn genommen haben, nehmen in verkehrter Fahrtrichtung am Verkehr teil. Dieser Fehler kann schwerwiegende Folgen haben. Laut Statistiken sind rund drei Prozent der Verkehrsunfälle auf Geisterfahrer zurückzuführen.

Doch wie verhalte ich mich, wenn eine Mitteilung über Geisterfahrer im Radio läuft oder durch Zufall eine Sichtung vorgenommen wird? Im Notfall ist immer auf den Seitenstreifen auszuweichen. Ist die Angst oder Sorge zu groß, ist die nächstmögliche Raststätte oder ein Parkplatz anzusteuern.

Wenn der Autofahrer selbst feststellt, dass er zu einem Geisterfahrer geworden ist, so ist das Licht nebst Warnblinkanlage zu aktivieren. Die Geschwindigkeit ist auf ein Minimum zu drosseln. Am besten ist es, das Auto sogar zu stoppen und die Polizei zu verständigen. Diese wird den Autofahrer auf dem schnellsten Weg in die richtige Richtung leiten.

Ziel erreicht

Wer die Autobahn verlassen möchte, sollte auf die Autobahnschilder achten. Zunächst ist das Wunschziel in den Augen zu behalten. Ist die Ausfahrt nur noch einen oder zwei Kilometer entfernt, wechselt der Autofahrer am besten auf die äußerste rechte Spur. Nachfolgend finden sich Schilder vor, welche die Meterzahlen in 100er Schritten bis zur Ausfahrt anzeigen. Bei dem 300m-Schild wird die Abfahrt den anderen Verkehrsteilnehmern durch das Blinkmanöver signalisiert. Bremsen ist erst auf dem Verzögerungsstreifen sinnvoll, um den Fließverkehr auf der rechten Spur nicht zu behindern.

Tipp:
Anschließend ist das Tempo genau zu kontrollieren. Durch den Geschwindigkeitsrausch auf der Autobahn unterschätzen Autofahrer häufig das Tempolimit auf der Landstraße oder in Ortschaften.

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