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30er Zone – was gibt es zu beachten?

Vor allem in Wohngebieten sind sie überaus beliebt: die 30er Zonen. Einige Autofahrer sind von diesen Zonen genervt, weil es bedeutet, hier die Geschwindigkeit zu drosseln. Doch die 30er-Zone hat ihren Zweck, soll in diesen Straßen eine gewisse Sicherheit gewährleistet werden. Die erste 30er Zone wurde Anfang der 80er Jahre in Niedersachsen angelegt. Als sich herausstellte, dass diese Straßenzonen deutlich mehr Schutz für alle Verkehrsteilnehmer bieten, entstanden nach und nach immer mehr 30er Zonen in Deutschland.

Inhalt dieses Beitrags

Wie verhalte ich mich in 30er Zonen?

Nachdem die 30er Zonen in Deutschland immer beliebter wurden, entschlossen sich auch Österreich und die Schweiz, schnellfahrenden Autos in Wohngegenden Einhalt zu gebieten. Seither kommen immer mehr geschwindigkeitsfreundliche Straßen hinzu, auch wenn sich so manche Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten mögen. Einige Verkehrssünder rasen trotz der offensichtlichen Schilder dennoch mit überhöhter Geschwindigkeit durch 30er Zonen. Kein Wunder, dass die Polizei in diesen Gegenden gern Blitzer aufstellt. Das überhöhte Fahren in einer 30er Zonen ist nämlich absolut kein Kavaliersdelikt: Für Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen mitunter sogar enorme Strafen, wie beispielsweise ein Bußgeld oder auch ein Fahrverbot.

Es ist daher ratsam, die Geschwindigkeiten stets einzuhalten. Die Ärgernisse über Punkte in Flensburg, Fahrverbote oder Bußgeldbescheide könnten durchaus erspart bleiben.

Wie hoch können Bußgelder bei Verstoß ausfallen?

Wer es eilig hat oder im Stress ist, vergisst schon mal, den Tacho regelmäßig zu kontrollieren. In einer 30er Zone, in der ein Blitzer aufgestellt ist, kann das jedoch fatal enden. Denn je nach Geschwindigkeit dürfen Autofahrer hier mit einem Bußgeldbescheid zwischen 15 Euro und 680 Euro rechnen. Einen Einspruch können Betroffene natürlich einlegen, jedoch ziehen diese oftmals den Kürzeren.

Wichtiger Hinweis: Für Fahranfänger ist diese Maßgabe noch verzwickter. Wird ein unangemessenes Tempo innerhalb einer 30er Zone festgestellt, so verlängert sich die Probezeit.

Wer mehrmals binnen kurzer Zeit in 30er Zonen erwischt wird, muss zusätzlich mit härteren Strafen rechnen. Wurde ein Autofahrer beispielsweise innerhalb eines Jahres mindestens zwei Mal geblitzt und lag die Geschwindigkeitsüberschreitung über 26 km/h, so kann ein Fahrverbot von einem Monat verhängt werden. Die Höchststrafe fällt hingegen an, wenn die Höchstgeschwindigkeit um ganze 70 km/h überzogen wurde. In diesem Fall ist ein Bußgeld in Höhe von 680 Euro zu entrichten. Es drohen weiterhin zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten.

Warum konnten sich 30er Zonen so gut durchsetzen?

Die 30er Zonen haben durchaus ihren Sinn und Zweck. Im Laufe der Zeit wurde ersichtlich, dass diese Zonen lohnenswert sind. Nicht nur die Wohnqualität in Städten konnte sich damit verbessern, auch der Verkehrsfluss ließ ich regulieren. Da schnellfahrende Autofahrer ausgebremst werden, wirkt sich dieser Passus ebenso positiv auf CO2-Emissionen aus. Auch die Sicherheit hat sich erhöht. Autofahrer können besser agieren und das Fahrzeug schneller zum Stillstand bringen, sodass sich Unfälle wesentlich besser reduzieren lassen.

Was ist in 30er Zonen zu beachten?

Die 30er Zone befindet sich ausnahmslos in geschlossenen Ortschaften – auf Bundes-, Land- oder Kreisstraßen gibt es diese Zonen nicht. Das Schild ist leicht zu erkennen. Die Zahl 30 ist deutlich erkennbar und mit einer roten Umrandung auf einem viereckigen Schild abgebildet. Als Zusatz steht unter der Ziffer das Wort „Zone“. Einige Straßen liefern auch Fahrbahnmarkierungen, die eine 30er Zone ankündigen.

Wichtig ist, sich bei Befahren der 30er Zone direkt an das Geschwindigkeitslimit zu halten. Diese Zonen sind nicht nur in Wohngebieten üblich – auch an Schulen kommen sie vermehrt zum Einsatz. Autofahrer sollten daher nicht nur auf Fußgänger und Fahrradfahrer, sondern auch auf Kinder achten. Auch bei geringem Tempo lassen sich zwar Unfälle nicht gänzlich vermeiden, dennoch kann das Risiko an Verletzungen minimiert werden.

Wie sieht es mit dem Überholen aus?

Grundsätzlich sollten Innerorts keine Überholmanöver vorgenommen werden. Fährt das vorausfahrende Fahrzeug allerdings sehr langsam, so darf der Autofahrer überholen, vorausgesetzt, er überschreitet nicht die gebotene Höchstgeschwindigkeit. Somit darf in der 30er Zone nicht schneller gefahren werden als 30 km/h. Weiterhin muss auf die Verkehrsregelung „Rechts vor Links“ innerhalb der 30er Zonen geachtet werden.

Wichtig: Es dürfen beim Überholvorgang keine Verkehrsteilnehmer behindert oder in Gefahr gebracht werden. Befindet sich zudem ein Verkehrsschild, welches das Überholen strikt verbietet, so darf auch nicht überholt werden.

Weiterhin gibt es keine gesonderten Parkvorschriften für die 30er Zone. Hier ist lediglich auf Verkehrsschilder zu achten, die sich auf das Parken beziehen.

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