Kraftstoffverbrauch reduzieren im Straßenverkehr

Je größer die Eigenmasse eines Autos ist, umso mehr Bedeutung erhält das Bremsen beim Benzinsparen. Da Bremsvorgänge kinetische Energie in Wärme umwandeln, sollte man, solange es gefahrlos möglich ist, bremsen vermeiden. Im Alltag kommt es immer wieder vor, dass man zu schnell ist. In solchen Momenten nutzt man am besten den Motor zum Bremsen.

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Mit diesen einfachen Tipps reduzieren Sie Ihren Kraftstoffverbrauch im Straßenverkehr

Je größer die Eigenmasse eines Autos ist, umso mehr Bedeutung erhält das Bremsen beim Benzinsparen. Da Bremsvorgänge kinetische Energie in Wärme umwandeln, sollte man, solange es gefahrlos möglich ist, bremsen vermeiden. Im Alltag kommt es immer wieder vor, dass man zu schnell ist. In solchen Momenten nutzt man am besten den Motor zum Bremsen. Allerdings ist das ganz normale Ausrollen lassen noch wesentlich effektiver.

Durch Motorbremse Sprit sparen

Nach einer eintönigen, langen Autobahnfahrt reicht ein einziges Ausrollen, um den Benzinverbrauch für die gesamte Strecke von 12,0 auf 11,7 zu drücken während die einmalige Nutzung der Motorbremse keinen messbaren Einfluss auf den Verbrauch hat. Im normalen Verkehrsfluss hat jedoch auch die Motorbremse nicht unerheblichen Einfluss auf den Benzinverbrauch. Häufig kann man rechtzeitig erkennen, dass man an einer roten Ampel wird stehenbleiben müssen. Hier sollte man mit Hilfe der Motorbremse langsam das Fahrzeug ausrollen lassen und gegen Ende das Fahrzeug zum Stillstand abbremsen.

Den höchstmöglichen Gang nutzen, um Kraftstoffverbrauch zu reduzieren

Nicht jeder versteht den physikalischen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Verbrauch. Dennoch sollte jeder wissen, dass der Benzinverbrauch umso geringer ist, je langsamer gefahren wird. Jede Motordrehung bedeutet einen zusätzlichen Aufwand und somit einen höheren Treibstoffverbrauch.

Wer effektiv Sprit sparen möchte, sollte nach Möglichkeit den höchstmöglichen Gang benutzen. Es ist für die Technik kein Problem, solange die Drehzahlen nicht deutlich unter 1.500 Umdrehungen fallen. Bei dieser Fahrweise läuft das Fahrzeug angenehm weich und leise. Da es keine Schnittpunkte in den Verbrauchskurven der einzelnen Gänge gibt, ist es immer wirtschaftlicher, im höheren Gang zu fahren, solange die Drehzahlen ausreichen. Sobald man merkt, dass das Fahrzeug nicht mehr zieht, schaltet man einen Gang höher und bleibt auch hier nach Möglichkeit wieder im unteren Drehzahlbereich.

Um möglichst schnell durch die Gänge zu kommen, ist eine durchschnittliche Beschleunigung zu 90% sinnvoll. Der normale Benziner hat, knapp unter der Höchstleistung, den besten Wirkungsgrad. Dabei sollten Sie jedoch nicht zu wild aufs Pedal treten und natürlich auch an die Gangfolge denken und nicht einzelne Gänge überspringen. Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Feststellung, dass ein Diesel nicht wesentlich sparsamer ist als ein Benziner, beide benötigen in etwa 200g/kWh. Der Verbrauchsvorteil von Dieselfahrzeugen wird in der Hauptsache bei Niedriglast eingefahren. In diesem Bereich liegen Diesel bei 400 g/kWh, während Benziner deutlich über 600 g/kWh liegen. Darin liegt auch der Grund, weshalb eine Betriebspunktverlagerung bei der Hybridtechnik ähnliche Verbrauchswerte erzielt, bei höherem Komfort und einer besseren Umweltbilanz.

Windschatten auf der Autobahn nutzen

Wer auf der Autobahn den ohnehin vorgeschriebenen halben Tachowert als Abstand einhält und hinter einem anderen Fahrzeug her fährt, hat schon eine gute Hilfe bei guten Geschwindigkeiten. Selbst wenn der Wind von der Seite kommt, kann man durch versetztes Fahren (aber immer noch in der gleichen Spur) vom Windschatten naschen. Im Windschatten fahren ist eine einfache Möglichkeit Treibstoff zu sparen – aber nur wenn der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten wird. Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, Sie würden noch viel mehr sparen können, indem Sie näher auffahren. Das kann sehr schnell ins Auge gehen, insbesondere dann, wenn die Reaktionszeit nicht mehr ausreicht, um rechtzeitig hinter dem vorausfahrenden Fahrzeug zu bremsen. Die Unfallgefahr steigt enorm und auch der Gedanke des sparsamen Verbrauchs greift nicht mehr. Bei hohem Tempo eingeleitete Bremsungen machen jeden Treibstoffdurchschnitt kaputt.

Auf Ideallinie von Kurven achten

Auch wenn es sich ein wenig geizig anhört, aber wer immer auf der Ideallinie fährt und Kurven in der Regel innen durchfährt, spart etliche Meter im Jahr. Man kann dies besonders deutlich auf Autobahnen sehen. Es macht durchaus einen Unterschied ob man eine Kurve innen oder außen durchfährt. Da passiert nicht viel beim Verbrauch, wohl aber beim Geldbeutel. Man muss deswegen auf Autobahnen nicht kreuz und quer über sämtliche Spuren hinweg flitschen. Wohl aber kann man sich den einen oder anderen Gedanken darüber machen, welche Spur man für die Kurvenfahrt nutzt und wann man einen Überholvorgang startet.

Kraftstoffverbrauch reduzieren durch cleveres Fahrverhalten in den Bergen

Jeder hat schon feststellen können, dass das Bremssystem bei Talfahrten bis an die Belastungsgrenze erhitzt wird. Das ist natürlich keine Wärme, die einfach mal so daher kommt. Sie setzt sich vielmehr aus kinetischer und potenzieller Energie zusammen, an einem steilen und vereisten Berg kann 1 km/h Abfahrtsgeschwindigkeit zu schnell sein, ein Anhalten ist dann unmöglich. Umgekehrt ist es natürlich sehr effektiv, eine Steigung in einem möglichst hohen Gang anzugehen. Die meisten unterliegen jedoch der Versuchung, einen kleineren Gang auszuwählen und diesen bis in die hohen Touren zu jagen damit das gewünschte Reisetempo möglichst schnell erreicht wird. Ein Verhalten, das für die Energiebilanz des Fahrzeugs tödlich ist. Es ist sinnvoll, vorher oder hinterher zu beschleunigen um den Berg mit dem gewünschten Tempo zu passieren. Es hat sich in der Praxis bewährt, bergauf Tempo zu opfern und bergab wieder schneller zu werden.

Es gehört zu den banalen Weisheiten beim Autofahren, dass man sich vor dem Autostart zunächst einmal anschnallt. Das ist nicht immer die vom Autofahrer eingehaltene Reihenfolge. Oft lohnt es sich fast schon wieder den Motor abzustellen bevor die endgültige Sitzposition erreicht ist. Dies gilt natürlich erst recht, wenn man länger stehen bleibt. Wer noch mehr sparen möchte, kann den Motor in längeren Gefällstrecken ausschalten. Das ist verboten, da im Ernstfall Bremskraftverstärkung und Lenkhilfe nicht zur Verfügung stehen, wodurch schwere Unfälle entstehen können. Da kauft man besser ein Fahrzeug, welches diese Funktionen bereits eingebaut hat und den Motor selbstständig abstellt. In diesen Modellen werden die notwendigen Komponenten elektrisch betrieben und funktionieren nach gewohntem Muster. Ganz wichtig zu wissen ist, dass Kaltstarts unbedingt vermieden werden sollten. Das Benzin wird, um ein zündfähiges Gemisch zu erreichen, sozusagen mit Löffeln eingefüllt. Auch wenn die meisten es nicht glauben mögen: Ein Treibstoffverbrauch von 60 Litern auf 100 Kilometer ist bei einer Tour zum Brötchen holen durchaus realistisch.

Auf Reifendruck und Rollwiderstand achten

Wer Sprit sparen möchte, muss natürlich auch darauf achten, dass der Motor richtig eingestellt und optimal gewartet ist. Auch gute Reifen mit geringem Rollwiderstand und dem richtigen Luftdruck sind vielleicht etwas teurer, unterm Strich jedoch billiger. Mit der Wahl des richtigen Luftfilters kann man ebenfalls Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch nehmen. Besonders großen Einfluss hat jedes Kilogramm Gewicht, welches man im Auto sinnlos spazieren fährt. Abfall, Gepäck, Werkzeugkisten, leere oder volle Bierkästen müssen nicht sinnlos immer wieder durch die Landschaft kutschiert werden, raus damit aus dem Auto. Auch eine Klimaanlage sollte man nicht nur deshalb einschalten weil man sie hat, sondern weil man sie benötigt. In eingeschaltetem Zustand sorgt sie, was sie ja auch soll, für angenehme Luft – und gleichzeitig für einen höheren Spritverbrauch.

Beachten Sie bitte, dass die angesprochenen Tipps Sie nicht zu irgendwelchen dubiosen Verbrauchsrekorden anstiften sollen. Es geht um einen praxistauglichen, befriedigenden, dynamischen und sicheren Fahrstil. Die inzwischen übliche Verkehrsdichte auf Deutschlands Straßen hilft bei dem Versuch, weniger Benzin als der Vordermann zu verbrauchen. Das Gelingen kommt am Ende immerhin dem eigenen Geldbeutel zugute.

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