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Ein Autounfall in der Schweiz – Abwicklung und Schadensansprüche

Falls Sie mit dem Auto in die Schweiz fahren, sollten Sie sich vorab informieren, welche Unterlagen Sie mitführen sollten, falls es zu einem Unfall kommt. Wir haben für Sie alle relevanten Informationen zur Schadenabwicklung nach einem Autounfall in der Schweiz zusammengestellt.

Inhalt dieses Beitrags

Polizei nach Unfall in der Schweiz rufen?

Die Pflicht, die Polizei zu rufen, besteht in der Schweiz nur bei Personenschäden. Dennoch ist es ratsam, die Polizei auch bei einfachen Blechschäden zu rufen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Die Polizeirufnummer in der Schweiz lautet: 117

Zur Abwicklung eines Autounfalls in der Schweiz haben Sie als geschädigte Person zwei Möglichkeiten. Sie können entweder Ihre Ansprüche bei der Versicherung des Unfallgegners in der Schweiz geltend machen, oder Sie wickeln den Schaden über einen Stellvertreter der schweizerischen Haftpflichtversicherung in Deutschland ab. Die Anschrift und Kontaktdaten des jeweiligen Stellvertreters können Sie hier erfragen:

  • „Zentralruf der Autoversicherer“/GDV
    Tel.: 0800 25 026 00
    Glockengiesserwall 1
    20095 Hamburg

Die Versicherung in der Schweiz oder auch der Stellvertreter in Deutschland haben die Pflicht, den Schadenfall innerhalb von drei Monaten nach Einreichung der Schadensmeldung zu bearbeiten.

Schadensersatz und Ihre Ansprüche bei einem Verkehrsunfall in der Schweiz

Hier gilt es zu beachten, dass immer das ausländische Verkehrs- und Schadensersatzrecht gültig ist, auch wenn die Abwicklung des Schadensfalles in Deutschland stattfindet. Da es teils große Unterschiede im Verkehrs- und Schadensersatzrecht gibt, ist in manchen Fällen ein Anwalt notwendig. Waren Sie in einen schweren Autounfall in der Schweiz mit erheblichen Sach- oder Personenschäden verwickelt, so wird generell die Zusammenarbeit mit einem schweizerischen Rechtsanwalt empfohlen, da dieser vor einem ansässigen Gericht klagen kann. Die außergerichtlichen Kosten für einen Anwalt werden hier übernommen, wenn die Beauftragung eines Anwalts unbedingt erforderlich ist. Dies kann dann der Fall sein, wenn z.B. die Rechtslage schwierig ist.
Die Schadensersatzansprüche verjähren jedoch nach zwei Jahren, nachdem der Autounfall in der Schweiz eingetreten ist. Diese sollten also in jedem Fall unverzüglich gemeldet werden, da die Abwicklungsdauer bei Schadensfällen im Ausland immer etwas länger dauern kann im Vergleich zu Schadensfällen in Deutschland.

Welche Sachschäden werden bei einem Autounfall in der Schweiz ersetzt?

  • Reparaturkosten – Sie sind verpflichtet bei Schäden bis 700 € die Rechnung oder den Kostenvoranschlag vorzuzeigen. Ist der entstandene Schaden höher als 700 € muss ein Sachverständigengutachten vorgelegt werden. Diese Pflicht entfällt, wenn das Auto von der gegnerischen Versicherung begutachtet wurde.
  • Totalschaden – wird erstattet gemäß des Wiederbeschaffungswertes nach dem Gutachten.
  • Abschleppkosten – bis zur nächstgelegenen geeigneten Werkstatt.
  • Gutachterkosten – wenn ein Gutachten benötigt wurde und die Versicherung das Auto nicht selbst begutachten konnte.
  • Mietwagenkosten – bei Totalschaden bis zu 15 Tagen, ansonsten nur, wenn Sie als geschädigte Person, z.B. berufsbedingt, nachweislich ein Fahrzeug benötigen.
  • Kaskoselbstbeteiligung – Sie müssen die Abrechnung der Vollkaskoversicherung vorlegen.
  • Unfallbedingte Mehrkosten – bei eventuellen Hotelübernachtungen und für die Verpflegung, auch hier sind Rechnungen vorzulegen.
  • Post- und Telefongebühren – nur bei Vorlage einer Quittung.
  • Nicht zu ersetzen: Nutzungsausfall, Entschädigung für Urlaubsbeeinträchtigung.

Welche Personenschäden werden bei einem Autounfall in der Schweiz ersetzt?

  • Heilungskosten – nur, wenn diese nicht durch Ihre Krankenversicherung abgedeckt sind.
  • Verdienstausfall – beschränkt auf den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit und nur mit Belegen vom Arbeitgeber, bzw. durch Steuerbelege bei Freiberuflern, um die Höhe festzulegen.
  • Schmerzensgeld – abhängig von der Schwere der Verletzungen, körperlich oder seelisch. Bei Todesfall können Angehörige des Opfers Schmerzensgeld für den seelischen Schmerz geltend machen.

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Bei Personenschäden müssen Sie in jedem Fall die Polizei rufen. Bei Blechschäden sollten Sie dies situationsabhängig entscheiden. Sowohl die Unfallversicherung Ihres Unfallgegners in Italien als auch der von der Zentralstelle beauftragte Vertreter der italienischen Haftpflichtversicherung müssen den Schadenfall innerhalb von drei Monaten nach Einreichung der Schadensmeldung bearbeiten.

Unverschuldeter Unfall – was kann ich tun?

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Auf Autobahnen, Landstraßen oder in der Stadt steigt das Risiko unverschuldet an einen Unfall beteiligt zu sein. Manche enden als Blechschaden, aber auch Personenschäden sind keine Seltenheit. Wer keine Schuld an der Kollision trägt, stellt sich oft die Frage: Unverschuldeter Unfall: Was steht mir zu? Nachfolgend wird erläutert, was Sie tun können und was Ihnen in einem solchen Fall zusteht.

Es kann durchaus hilfreich sein, sich den Unfallschaden auszahlen zu lassen, anstatt das Auto auf Kosten der Versicherung in die Werkstatt zu bringen. Allerdings gibt es hier einiges zu beachten, damit die Schadenauszahlung für Sie zum Vorteil wird.

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Wer hatte die Situation noch nicht – unterwegs mit Auto oder Motorrad im Straßenverkehr, ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit – und schon kracht es. Ein Unfall auf der Straße ist sicherlich weder erwünscht noch angenehm und trotzdem passiert dies täglich Tausende Male in Deutschland. Sofern es bei Blechschäden bleibt und die beteiligten Personen unversehrt sind, ist es zwar eine unschöne, aber dennoch eine lösbare Angelegenheit.

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Unabhängig davon ob Sie Geschädigter oder Unfallverursacher sind, ein Unfall ist immer ein einschneidendes Erlebnis. Wohl dem, der keinen körperlichen Schaden erlitten hat, doch auch ein Blechschaden ist immer ein großes Ärgernis. Rechtlich kommt nach einem Unfall einiges auf Sie zu. Wenn Sie eine Schadenauszahlung nach einem Unfall möchten, stehen Sie vor einigen bürokratischen Hürden.

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Allianz Unfall melden: Schadensmeldung leicht gemacht

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Nach einem Unfall ist eine Regulierung des Schadens durch die Versicherung des Unfallverursachers erforderlich. Der Unfallgegner stellt seine Forderung an die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Allianz ist einer der größten Autoversicherer Deutschlands. Um eine Regulierung zu veranlassen, müssen Sie der Allianz den Unfall melden. Die Versicherung ist rund um die Uhr entweder telefonisch oder über die Online-Plattform erreichbar.

Was tun, wenn die gegnerische Versicherung nicht zahlt?

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Selbst ein kleiner Autounfall bei dem es lediglich zu einem Schaden am Fahrzeug und nicht zu Personenschäden kam, ist nicht nur ärgerlich. Er kann auch ausgesprochen teuer werden. Zum Glück gibt es für die Übernahme der Kosten und die Schadensregulierung die Kfz-Versicherung.

Was aber, wenn die gegnerische Versicherung nicht alles zahlt oder einen Teilbetrag? Welche Möglichkeiten Sie in diesem Fall haben, erfahren Sie hier.

Wie werde ich KFZ-Sachverständiger?

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Um in den Kreis der Kfz-Sachverständigen aufgenommen und als Gutachter für den TÜV, die Dekra oder unabhängig tätig sein zu dürfen, müssen Sie eine Qualifikation erwerben. Eine passende berufliche Ausbildung ist von zwingender Notwendigkeit, wenn Sie als Kfz-Schadengutachter arbeiten und sich diesbezüglich fortbilden möchten.

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