0800 570 1700
(gebührenfrei)
Familien Unternehmer

Tempolimit eingehalten und es hat geblitzt?

Mit Blitzern kann es mehr Probleme geben, als man sich gemeinhin vorstellen mag. Da werden Fahrzeuge verwechselt oder Bußgeldbescheide schlampig ausgewertet. Bei einer willkürlichen Überprüfung haben Sachverständige in 80% der geprüften Fälle Fehler entdeckt. Und es waren immerhin 1.800 willkürlich ausgewählte Bußgeldakten, die das Sachverständigenbüro VUT nach einem Einspruch der vermeintlichen Raser untersucht hat. Und eine Fehlerquote von 80% ist keine Kleinigkeit. Würde ein Handwerker mit einer solchen Reklamationsquote arbeiten, wäre er innerhalb kurzer Zeit pleite.

Inhalt dieses Beitrags

Blitzlichtgewitter voller Fehler

Besonders erstaunlich ist in dem Zusammenhang die Bandbreite der Fehler und Fehlerquellen. Mal war die Auswertung der Bußgeldstelle stümperhaft, ein anderes Mal wurden Fahrzeuge verwechselt oder die Tempomessung war einfach zu ungenau. Da wurde einem Siebzigjährigen vorgeworfen, mit 111 Stundenkilometern durch eine Tempo-30-Zone gerauscht zu sein. Tatsächlich war er überhaupt nicht zu schnell gefahren, es waren lediglich drei Striche als Vermerk auf dem Foto, dass die Messung ungültig sei. Hat man nur leider nicht drauf geachtet, deshalb ging der Bußgeldbescheid trotzdem raus.

Noch skurriler war der polizeiliche Vorwurf an eine Smart-Fahrerin, sie sei mit 156 km/h wesentlich zu schnell gefahren. Das war allein schon deshalb ein erstaunlicher Vorwurf, da der fragliche Smart nur über eine Höchstgeschwindigkeit von 134 km/h verfügt: Die Polizei hatte das Fahrzeug schlicht und einfach verwechselt.

Wenn man bedenkt, dass in der Konsequenz bei Verkehrsdelikten mehr auf dem Spiel steht als Geld, muss man sich über diese laxe Praxis wundern. Immerhin droht so manchem Verkehrssünder neben einer Geldstrafe auch ein Fahrverbot, von Punkten in der Flensburger Kartei ganz zu schweigen.

Der AvD findet die Ergebnisse der Studie erschreckend. Bei 30% der analysierten Fälle gab es gravierende Mängel bei der Beweisführung, bei 32% fehlte eine sichere Beweisführung vollkommen. Lediglich in 15% aller Fälle konnte man von mängelfreien Verfahren ausgehen.

Einen Versuch ist es wert

Eine Situation unter Tausenden: Ein Fahrer, Rentner aus Moers, hat das Tempo-30-Schild nicht gesehen. Das lag daran, dass dort, wo er fuhr, kein solches Schild stand. Dennoch hat der Staat ein Foto von ihm geschossen und das zuständige Gericht ist der Ansicht, dass der Autofahrer zahlen muss, wie viele andere vor ihm auch.

Die Rede ist von der Düsseldorfer Straße in Rumeln-Kaldenhausen, die viele Autofahrer aus dem Duisburger Westen zu ihrem Leidwesen kennen, da hier die Polizei des Öfteren mit der Radaranlage steht und alles blitzt, was schneller als 30 km/h fährt. Der eingangs erwähnte Fahrer hat den Nachweis erbracht, dass dort zu Unrecht geblitzt wurde. Der Rentner aus Moers befuhr am 19. Mai 2011 die Düsseldorfer Straße in besagtem Rumeln-Kaldenhausen und wurde von der Polizei mit 44 km/h geblitzt. Er war aus der Einmündung Böschhof in die Straße eingebogen, kurze Zeit später wurde das Foto angefertigt. Dumm nur, dass nirgendwo ein Schild mit Tempo 30 zu sehen war bzw. ist. Dabei ist das keineswegs verwunderlich: Schilder die nicht da sind, kann man auch nicht sehen! Folglich gilt Tempo 50, da nach seiner Meinung nach jeder Kreuzung ein neues Tempo-Hinweisschild stehen muss. Da das nicht der Fall war, sei das Bußgeld zu Unrecht verhängt worden.

Den entsprechenden Einspruch, der sowohl bei Gericht als auch bei der Stadt eingereicht wurde, entschied man nach Aktenlage und wies ihn ab, wobei die bis dahin entstandenen Kosten in Höhe von 80 Euro dem Autofahrer zusätzlich aufgebrummt wurden. Über ein Jahr später hat die Stadt dann ihren Fehler eingesehen und hinter der nächsten Straßeneinmündung ein weiteres Schild mit Tempo 30 aufgestellt, was sie auch dem Autofahrer aus Moers, ebenfalls nach mehr als einem Jahr, mitgeteilt hat, immerhin.

Juristen teilen im Übrigen die Meinung des Autofahrers, da das Aufstellen eines Verkehrsschildes einem Verwaltungsakt gleichkomme, der für jeden, der sich daran zu halten hat, auch klar erkennbar sein muss. Das geht eindeutig aus der bisherigen Rechtsprechung hervor. Es verhält sich hier ähnlich wie bei Schildern, die man unter Büschen und Gestrüpp nicht erkennen kann und bei denen auch zugunsten der Autofahrer entschieden wird. Für Schilder, die gar nicht erst irgendwo stehen, gilt das noch nachhaltiger.

Selbstverteidiger zu unbedarft

Für Juristen ist durchaus nachvollziehbar, was da vor Gericht geschieht und weshalb der sich selbst vertretende Autofahrer am Ende mit einem langen Gesicht sitzen bleibt. Die Bürger erscheinen vor Gericht mit sehr naiven Vorstellungen zum Termin. Sie sagen aus über ihre Sicht der Dinge und wundern sich, dass die Richter am Ende dennoch nach Aktenlage entscheiden. Die Probleme liegen hier teilweise in Formalien wie beispielsweise dem Beweisantrag, der zunächst einmal zu stellen ist, bevor das Gericht von der Anklage abweichende Tatsachen überhaupt berücksichtigen kann.

Im angesprochenen Fall sind die Akten inzwischen wieder bei der Staatsanwaltschaft Duisburg sowie der zuständigen Bußgeldbehörde der Stadt Duisburg gelandet. Der Herr aus Moers möchte natürlich sein Geld zurück und weist gleichzeitig andere Autofahrer auf die Misere in der Düsseldorfer Straße hin, da dort sicherlich noch mehr Bürger zu Unrecht geblitzt worden seien. Die Stadt selbst hat bisher kein Interesse gezeigt, sich zu der Angelegenheit zu äußern. Man lässt lediglich verlauten, dass der Autofahrer seinen Prozess verloren habe und er lediglich über einen Anwalt Auskunft erhalten würde. Es ist durchaus bemerkenswert, wie die Behörden mit den Bürgern umgehen, die sie ja eigentlich, durch die Überwachung der Einhaltung von Regeln, beschützen sollen.

Da sich die Überprüfung von Messfehlern meist als recht schwierig gestaltet, lohnt sich die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts, der als erstes Einspruch einlegen sollte. Leider gestaltet sich die Überprüfung von Tempomessungen häufig als recht schwierig, da die Hersteller der Anlagen keine Angaben zur Funktionsweise oder den Berechnungsgrundlagen der Geräte machen. Bei keinem der Blitzanlagen ist den Gutachtern bekannt, wie die jeweiligen Anlagen arbeiten. Diese fehlenden Informationen können sich positiv auf betroffene Autofahrer auswirken, müssen es aber nicht. Da auch vom Gericht eingesetzte Sachverständige die Messungen nicht nachvollziehen können, kam es in der Vergangenheit zu etlichen Freisprüchen und Verfahrenseinstellungen.

Deshalb sollte sich jeder, der sich zu Unrecht überführt fühlt, einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Nur er hat Akteneinsicht und kann Messprotokolle, Beweisfotos und andere Unterlagen einsehen. Sollten sich dabei Anhaltspunkte für einen oder mehrere Fehler ergeben, kann der Anwalt sofort Einspruch einlegen. Meist kommt es im Anschluss zu einer Gerichtsverhandlung.

Kfz-Sachverstand – Ihr zuverlässiger Partner

Gerne helfen wir Ihnen als unanbhängiger Schadenregulierer dabei, Ihre Ansprüche zu prüfen. Rufen Sie dafür ganz einfach kostenfrei unsere Schadenexperten an: 0800/5701700

Möglicherweise interessiert Sie:

Ein Verkehrsanwalt ist nach einem Unfall immer sinnvoll

Ein Verkehrsanwalt ist nach einem Unfall immer sinnvoll

Nach einem Unfall sitzt der erste Schock meistens tief. Wenn Sie sich wieder gefangen haben, sollten Sie neben der Polizei und einem freien sowie unabhängigen Gutachter ebenso einen Verkehrsunfall kontaktieren. Dieser vertritt Sie in allen Bereichen und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Die meisten Menschen schrecken zunächst davor zurück, einen Anwalt einzuschalten. Da sich jedoch die meisten Betroffenen eher spärlich mit der aktuellen Gesetzeslage auskennen, ist der Anruf beim Fachanwalt niemals verkehrt.

Beleidigung im Straßenverkehr: Wann ist ein Anwalt nötig?

Beleidigung im Straßenverkehr: Wann ist ein Anwalt nötig?

Es ist schon fast zum Alltag für Autofahrer geworden: Es entstehen Situationen, in denen es den Verkehrsteilnehmern schlichtweg schwerfällt, Ruhe zu bewahren. Aber anstatt tief durchzuatmen, fallen Beleidigungen, Schimpfworte und der berühmt berüchtigte Stinkefinger. Allerdings sei an dieser Stelle gesagt: Nötigungen und Verächtlichkeiten bringen nichts, außer im schlimmsten Fall eine Anzeige, die wiederum mit Bußgeldern verbunden sein kann. Autofahrer sollten sich daher bewusst sein, dass selbst aggressives Verhalten im Schutze des Autos nicht immer ungesühnt bleibt.

Autokennzeichen: Infos, Tipps und Bußgelder

Autokennzeichen: Infos, Tipps und Bußgelder

Jedes Fahrzeug, sei es Pkw, Lkw, Motorrad, Traktor oder Bus, muss bei der Fahrt im Straßenverkehr ein Autokennzeichen vorweisen. Dieses Kennzeichen ist laut Verkehrsrecht gut sichtbar für alle Verkehrsteilnehmer am Auto anzubringen. Wer sich nun auf den Straßen umsieht, wird jedoch unterschiedliche Autokennzeichen sichten können. Tatsächlich gibt es mannigfaltige Kennzeichenarten, die allesamt einen bestimmten Sinn und Zweck erfüllen. Wir werden im Folgenden Licht ins Dunkle bringen und die Unterschiede zwischen den einzelnen Autokennzeichen und Nummernschildern genau darlegen.

Totalschaden: Wie lange steht mir ein Mietwagen zu?

Totalschaden: Wie lange steht mir ein Mietwagen zu?

Ein Autounfall ist für alle Beteiligten immer ärgerlich. Noch ärgerlicher ist es allerdings, wenn eine Unfallpartei auf das geschädigte Auto angewiesen ist. Stellt nun ein Kfz Gutachter nach der Untersuchung fest, dass der Reparaturumfang des Fahrzeuges den Wiederbeschaffungswert eines ähnlichen Wagens deutlich übersteigt, so handelt es sich um einen klassischen Totalschaden. Für den Geschädigten bedeutet dies, dass eine Weiternutzung nicht gegeben ist. Benötigt dieser allerdings dringend ein Auto, so kann das Unfallopfer einen Mietwagen beantragen.

Dashcam – darf ich die Kamera im Straßenverkehr benutzen?

Dashcam – darf ich die Kamera im Straßenverkehr benutzen?

Dashcams erfreuen sich seit geraumer Zeit immer größerer Beliebtheit. Die kleinen Kameras finden sich in Fahrzeugen auf Armaturenbrettern oder wahlweise an der Windschutzscheibe an und nehmen während der Autofahrt alle Geschehnisse auf. Somit könnte ein Fahrer im Zuge eines Unfalls seine Unschuld beweisen. Auch wäre es möglich, Beweise zu erbringen, falls dieser Zeuge bei Verkehrsdelikten wird. Doch darf eine Dashcam so ohne Weiteres zum Einsatz kommen? Wie sieht es mit der Privatsphäre anderer Autofahrer und dem Datenschutz aus, welcher derzeit in aller Munde ist? Diesen und vielen weiteren Fragen sind wir nachgegangen und haben einige Fakten zusammengetragen, die für Dashcam-Besitzer ziemlich interessant sein dürften.

Rote Ampel überfahren: Welche Strafe ist zu erwarten?

Rote Ampel überfahren: Welche Strafe ist zu erwarten?

Es gibt wohl kaum einen Autofahrer, der noch nicht über eine rote Ampel gefahren ist. Vielleicht ist die gelbe Ampelphase noch zu großzügig eingeschätzt worden, vielleicht war auch Stress oder Unachtsamkeit im Spiel. Fakt ist allerdings, dass bei Rotlichtverstoß ein nicht unerhebliches Strafmaß auf den Autofahrer wartet. Neben Bußgeld und Punkten in Flensburg kann es sogar zum Fahrverbot kommen. Diese Prämisse gilt jedoch nicht nur für Autofahrer – auch Motorradfahrern, Fußgängern und Fahrradfahrern drohen bei Vergehen Strafen.

Was tun, wenn die gegnerische Versicherung nicht zahlt?

Was tun, wenn die gegnerische Versicherung nicht zahlt?

Selbst ein kleiner Autounfall bei dem es lediglich zu einem Schaden am Fahrzeug und nicht zu Personenschäden kam, ist nicht nur ärgerlich. Er kann auch ausgesprochen teuer werden. Zum Glück gibt es für die Übernahme der Kosten und die Schadensregulierung die Kfz-Versicherung.

Was aber, wenn die gegnerische Versicherung nicht alles zahlt oder einen Teilbetrag? Welche Möglichkeiten Sie in diesem Fall haben, erfahren Sie hier.

Wie werde ich KFZ-Sachverständiger?

Wie werde ich KFZ-Sachverständiger?

Um in den Kreis der Kfz-Sachverständigen aufgenommen und als Gutachter für den TÜV, die Dekra oder unabhängig tätig sein zu dürfen, müssen Sie eine Qualifikation erwerben. Eine passende berufliche Ausbildung ist von zwingender Notwendigkeit, wenn Sie als Kfz-Schadengutachter arbeiten und sich diesbezüglich fortbilden möchten.

Die Wertminderung eines Autos nach einem Unfall

Die Wertminderung eines Autos nach einem Unfall

Wenn ein Unfall geschieht, sorgen Sie sich zunächst um die Gesundheit der Beteiligten. Anschließend wird Ihre Aufmerksamkeit den Kfz gehören: Was ist beschädigt, wer hat Schuld, wann ist das Auto wieder fahrtüchtig?

Über eine mögliche Wertminderung nach einem Unfall denken viele Verkehrsteilnehmer zunächst nicht nach. Dabei kann durch Wertminderung erheblicher Schaden entstehen. Im folgenden Ratgeber Artikel erhalten Sie einen Überblick der wichtigsten Punkte, die bei einer Wertminderung von Unfallwagen zu berücksichtigen sind.

Autounfall was tun? Das Richtige Verhalten

Autounfall was tun? Das Richtige Verhalten

Ein Autounfall kann schnell passieren. Eine kleine Unachtsamkeit ist bereits ausreichend. Glücklicherweise nehmen die meisten Unfälle mit dem Auto einen glimpflichen Verlauf. Die Polizei sollte auch kleine Unfälle immer vor Ort aufnehmen. So ist es möglich, den Unfallhergang zu ermitteln und einen Verursacher zu bestimmen. Ein Geschädigter hat immer Anspruch auf die Regulierung seines Schadens. Dafür ist die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig. Mit unserem Ratgeber beantworten wir Ihnen alle Fragen. Die Frage „Autounfall was tun?“ können Sie mit diesem Ratgeber problemlos beantworten.

VHV Unfall melden: Schadensmeldung leicht gemacht

VHV Unfall melden: Schadensmeldung leicht gemacht

Schuldig oder unschuldig? Falls Sie unschuldig in einen Unfall verwickelt werden, müssen Sie den Unfall bei der gegnerischen Versicherung melden. Da liegt aber bereits das Problem: Es ist die Versicherung des Gegners! Um Ihre eigenen Interessen bestmöglich zu wahren, sollten Sie sich von einem Profi vertreten lassen. KFZ Sachverstand nimmt Ihre Meldung entgegen und leitet alle weiteren Schritte für Sie ein: kostenfrei und unkompliziert. Bevor Sie als Unschuldiger in Kontakt mit der VHV treten – melden Sie den Schaden bei KFZ Sachverstand!

KFZ Gutachten nach Unfall: Alles, was Sie darüber wissen sollten

KFZ Gutachten nach Unfall: Alles, was Sie darüber wissen sollten

Eine kleine Unaufmerksamkeit, eine grobe Fahrlässigkeit oder einfach nur Pech: Viele Autofahrer haben im Verlauf ihres Lebens mindestens einen Verkehrsunfall zu beklagen, an dem sie keine Schuld tragen. In diesem Fall ist es wichtig, die richtige Vorgehensweise zu wählen. Um die entstandenen Schäden richtig zu bewerten, sollten Sie ein Gutachten erstellen lassen. Wir verraten Ihnen alles, was Unfallgeschädigte über den Gutachter wissen sollten und wie die Schadensabwicklung mit der gegnerischen Versicherung ohne Risiken funktioniert.

Über 50.000 Kunden erfreuen
sich unserer Expertise als KFZ Gutachter

Aktuelle Bewertungen

Erfahrungen & Bewertungen zu KfzSachverstand.de