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Kfz Kostenvoranschlag nach Schaden

Der Kfz Kostenvoranschlag

Bei einem unverschuldeten Unfall mit dem eigenen Fahrzeug erwartet die Versicherung von Ihnen, dass Sie ihr gegenüber die durch den Unfall verursachten Schäden beziffern. Laut Versicherung ist ein Kostenvoranschlag mit Fotos ausreichend, ein Gutachten nicht notwendig.

Reicht ein Kfz-Kostenvoranschlag im Schadensfall?

Die Informationen über das Geschäftsgebaren von Versicherungen sind höchst widersprüchlich. Sie waren bisher vielleicht noch nie in einer solchen Situation, haben keinerlei Erfahrungen bei der Schadensabwicklung, kennen Ihre Rechte und Pflichten nicht und haben deshalb Angst vor unüberlegten Entscheidungen, bei denen Sie am Ende womöglich auf den Kosten sitzen bleiben. Es mangelt nicht an guten Ratschlägen und Tipps von allen Seiten, am Ende wissen Sie aber immer noch nicht, was Sie tun sollen. Schließlich möchten auch Sie vor einer endgültigen Entscheidung wissen, welche Risiken bestehen und welche Kosten auf Sie zukommen. Immerhin geht es ja nicht nur um Reparaturen, sondern auch um Reparaturdauer, Nutzungsausfall, Wertminderung, Restwert und Wiederbeschaffungswert. Ist in einer solchen Situation ein Kfz-Kostenvoranschlag der richtige Weg oder besser das Kfz-Gutachten?

Was ist ein Kfz Kostenvoranschlag?

Bei einem Kfz-Kostenvoranschlag handelt es sich um ein verbindliches Versprechen des Unternehmers, bestimmte Arbeiten zu einem vorab fixierten Preis durchzuführen. Über den Kfz-Kostenvoranschlag erfragt der Kunde, welche Kosten für die Reparatur auf ihn zukommen. Bei einem solchen Kostenvoranschlag ist zwischen einem verbindlichen und einem unverbindlichen Kfz-Kostenvoranschlag zu unterscheiden.

Bei einem verbindlichen Kostenvoranschlag übernimmt der Kfz-Betrieb das Risiko der korrekten Schadenseinschätzung. Stellt sich bei den Reparaturarbeiten ein größerer Schaden heraus als ursprünglich erkannt, verweisen die Versicherer in der Regel auf den günstigeren Kostenvoranschlag. Daher werden meist unverbindliche Kostenvoranschläge erstellt, sie ermöglichen eine spätere (geringfügige) Überschreitung der geplanten Reparaturkosten. Hierunter versteht der Gesetzgeber eine Größenordnung von 10 bis 20%. Das hängt jedoch auch vom Schadensumfang ab; bei kleinen einfachen Schäden ist die Toleranzgrenze der Überschreitung wesentlich geringer als bei größeren Reparaturarbeiten.

Für den Kunden steigt, abhängig von der Schadenshöhe, am Ende das Risiko, eventuell nicht den gesamten Schaden ersetzt zu bekommen. Wer sich in der Schadensabwicklung auskennt, für den kann die Bearbeitung kleinerer Schäden mittels eines Kostenvoranschlags die richtige Lösung sein. Möchten Sie sichergehen, dass alles in Ihrem Sinne geregelt wird, informieren wir Sie gerne über Ihre Pflichten, Rechte und Schadensersatzansprüche.

Wer trägt die Kosten für ein Kfz Kostenvoranschlag?

Kfz-Betriebe erstellen Kostenvoranschläge in aller Regel unentgeltlich. Eine Ausnahme bilden Kfz-Kostenvoranschläge, welche lediglich zur fiktiven Abrechnung von Schäden dienen und ohne Reparaturauftrag bleiben. Solche Schadensermittlungen kosten die Kfz-Werkstätten wertvolle Arbeitszeit und sind nicht gern gesehen. Die Betriebe gehen daher immer mehr dazu über, für solche Kostenvoranschläge ein Entgelt zu verlangen, üblicherweise zwischen 50 und 100 Euro oder auch eine prozentuale Pauschale der Schadenssumme. Kommt es am Ende dennoch zu einem Reparaturauftrag, rechnen die Unternehmen die Kosten für den Kfz-Kostenvoranschlag bei der Abrechnung an.

Auch hier kann Ihnen unser fachlicher Rat, wie bei der gesamten Schadensabwicklung, helfen. Sie sollten unbedingt mit der Versicherung vorab klären, wer die Kosten für einen fiktiven Kfz-Kostenvoranschlag übernimmt, damit Sie diesen nicht am Ende selbst zahlen müssen. Ohnehin sollte die Abwicklung von Schäden über einen Kostenvoranschlag eher eine Ausnahme sein und nur bei geringem Schadensvolumen in Frage kommen. Dabei sollten Sie wiederum auf den sogenannten Bagatellschaden achten, der in der gesamten Abwicklung eine Sonderstellung einnimmt.

Was unterscheidet den KFZ Kostenvoranschlag von einem Gutachten?

Kostenvoranschläge halten sich meist nur mit wenigen Details auf. Es handelt sich lediglich um eine Kalkulation mit einigen weiteren kleineren Positionen. Ein Schaden von rund 1.000 Euro findet auf zwei Seiten Platz, während sich ein Kfz-Gutachten für diesen Schaden über bis zu zehn Seiten erstreckt, inklusive detaillierter und beweissichernder Dokumentation durch Fotos.

Während bei einem Kfz Gutachten die geltende Rechtsprechung sowie die gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt werden (bei einem Kaskogutachten wird zusätzlich der zugrunde liegende Versicherungsvertrag berücksichtigt), gibt es bei einem Kfz-Kostenvoranschlag hier keinerlei Differenzierungen. Darüber hinaus werden bei einem Gutachten die technischen Fahrzeugdaten mit den Fahrzeugpapieren abgeglichen, wohingegen bei einem Kfz-Kostenvoranschlag die Daten des Fahrzeugs von der Zulassungsbescheinigung übernommen werden.

Das Kfz-Gutachten beinhaltet eine Plausibilitätsprüfung, die beim Kostenvoranschlag nicht durchgeführt wird. Auch kümmert sich beim Kfz-Kostenvoranschlag niemand um Alt- oder Vorschäden, die jedoch für die Schadensabwicklung keineswegs bedeutungslos sind. Grundsätzlich ist eine Schadensabwicklung mittels Kfz-Kostenvoranschlag, bei Alt- und Vorschäden, nicht zu empfehlen.

Auch der Reparaturverlauf ist teilweise von der vorherigen Schadensfeststellung abhängig. Die Kfz-Werkstatt interessiert sich nicht dafür, ob die im Kfz-Kostenvoranschlag dargestellte Reparatur von der Versicherung akzeptiert wird. Dies ist bei einem Gutachten vollkommen anders. Hier wird der Reparaturweg unter den technischen Voraussetzungen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ermittelt. Dabei werden auch verschiedene Rahmenbedingungen wie Alt- und Vorschäden, Fahrzeugalter und Laufleistung berücksichtigt. Auf diese Weise entsteht am Ende, unter Berücksichtigung aller notwendigen Gegebenheiten, ein Kfz-Gutachten, das Ihnen Sicherheit für Ihre Entscheidung geben kann.

Guter Rat ist nicht teuer – Wir helfen weiter

Oft ist die Schadensabwicklung nicht vorhersehbar. Häufig kommt es zu Differenzen über den Schadensumfang oder der Unfallhergang. Da Sie als Geschädigter beweispflichtig sind, müssen Sie den Ihnen entstandenen Schaden nachweisen. Dabei hat ein Kostenvoranschlag, im Gegensatz zu einem Gutachten, keineswegs einen beweissichernden Charakter.

Mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, sowohl bei Kfz-Voranschlägen wie auch bei Schadengutachten, legen Sie bei uns den Grundstein für eine Schadensabwicklung, die alle Belange berücksichtigt. Dies gilt sowohl für die Versicherung als auch für Ihren Anwalt, die Werkstatt und alle anderen Beteiligten.

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