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Baustellen: So verhalten sich Autofahrer richtig

Sie sind oftmals lästig und behindern den Verkehr, doch sind auch nützlich - die Baustellen. Ob auf Landstraßen, in der Stadt oder auf der Autobahn, die Baustellen haben ihren Grund. Oft wird erneuert oder saniert und das aus verschiedenen Zwecken. Für den Autofahrer bedeuten Baustellen auf Straßen jedoch häufig, dass sich der Verkehr verlangsamt. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen haben aber ihre Berechtigung, dienen sie der Sicherheit sämtlicher Bauarbeiter. Viele Autofahrer sind hingegen genervt und möchten schneller vorankommen. Wer jedoch beim Überschreiten der festgelegten Geschwindigkeiten erwischt wird, muss dieses Vergehen meist teuer büßen.

Inhalt dieses Beitrags

Vorsichtig an Baustellen heranfahren

Schon mehrere Meter vor der Baustelle werden Autofahrer darauf hingewiesen, dass sich in nächster Nähe ein Bauplatz vorfindet. Schon jetzt ist es ratsam, die Geschwindigkeit zu drosseln und sich achtsam voran zu bewegen. Gerade an Baustellen kann es schnell zu Zwischenfällen kommen. Bauarbeiter oder Baugeräte, die plötzlich auf der Fahrbahn erscheinen, sind keine Seltenheit. Jetzt muss der Autofahrer ad hoc in der Lage sein, sein Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Andernfalls kann es zu einem Zusammenstoß und Unfall kommen.

Doch es gibt auch andere Gefahren. Vergessene Arbeitsgeräte oder Baumaterialien können auf der Fahrbahn liegen. Diese stellen für den Autofahrer durchaus eine Gefahr dar. Es ist wichtig, sich stets im Bereich der Baustelle achtsam zu bewegen. Auch das Tempo ist den Vorschriften gemäß Folge zu leisten.

Wie verhalte ich mich an Autobahnbaustellen richtig?

Eine Baustelle kann nicht nur die Landstraße oder einen Stadtbereich betreffen. Vor allem auf Autobahnen finden sich recht häufig diverse Baustellen an. Diese führen nicht selten zu Staus, was bei Autofahrer noch unbeliebter ist. An dieser Stelle sei allerdings gesagt: Die Baustellen haben ihren Zweck und sorgen dafür, dass eine reibungslose Weiterfahrt in Zukunft gewährleistet werden kann.

Häufig sind bei Bauarbeiten auf Autobahnen mindestens eine, wenn nicht manchmal sogar zwei Fahrbahnen gesperrt. Sind aufgrund der Bauarbeiten Strecken nur teilweise nutzbar, wird die Fahrbahn mittels Reißverschlussverfahren auf eine oder zwei Spuren beschränkt. Kommen zwei Fahrbahnen zum Einsatz, so ist die linke Spur in den meisten Fällen nur mit einer Breite von zwei Metern ausgelegt. Das bedeutet, dass Fahrzeuge, die eine Breite von mehr als zwei Metern aufweisen, diese Spur nicht befahren dürfen. Wer dieses Fahrverbot missachtet, muss mit einem Bußgeldbescheid in Höhe von mindestens 30 Euro rechnen.

Tipp: Wer keine Lust auf Stau oder gar das Befahren des Baustellenbereichs hat, plant am besten eine andere Route. Die Fahrzeit muss in diesem Fall zwar etwas länger veranschlagt werden, dafür sparen sich Autofahrer Aufregung und Stress.

Was ist bei Nachtbaustellen zu bedenken?

Bauarbeiten lassen sich zumeist nicht von einem Tag auf den nächsten erledigen. Ganz im Gegenteil: Die meisten Baumaßnahmen dauern mitunter mehrere Wochen an. Tagsüber fahren unzählige Autos an der Baustelle vorbei und auch nachts passieren viele Fahrzeuge die Absperrungen. Dabei gelten natürlich dieselben Verkehrsregeln wie am Tage. Allerdings lassen sich unzählige Autofahrer durch die freien Straßenverhältnisse nur zu gern dazu verleiten, die Geschwindigkeiten zu erhöhen. Dabei ist gerade während der Abendstunden noch mehr auf gefährliche Gegenstände zu achten.

Hinweis: Auch wenn die Straßen freier sind, müssen sich Autofahrer an die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten halten. Auch zur Abend- und Nachtzeit können überhöhte Geschwindigkeiten mit Bußgeldern geahndet werden.

Wie teuer wird es, wenn ich geblitzt werde?

Nicht selten kommt es vor, dass auf Baustellen auch Polizeikontrollen vorgenommen werden. Auch das Aufstellen eines Blitzers ist in diesem Rahmen üblich. Wer jedoch geblitzt wird, erhält einen Bußgeldbescheid in Höhe von ungefähr 100 Euro (je nach Geschwindigkeitsüberschreitung) und einen Punkt in Flensburg. Die Höhe des Strafmaßes hängt davon ab, ob sich das Verkehrsvergehen innerhalb einer Ortschaft oder außerhalb ereignet hat.

Heikel wird es auch für Fahranfänger. Diese müssen neben einem Bußgeld auch mit der Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre rechnen.

Was ist beim Überholen an Baustellen zu beachten?

In der StVO gibt es keinen Passus, der das Überholen an Baustellen explizit verbietet. Allerdings können Straßenschilder ein Überholverbot aufzeigen. Diese Schilder sind unbedingt ernst zu nehmen, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Es ist außerdem darauf hinzuweisen, dass das Überholen auf Baustellen immer eine riskante Angelegenheit darstellt. Im besten Fall leidet vielleicht nur der Seitenspiegel, im schlimmsten Fall kommt es zu schweren Unfällen. Neben dem Sachschaden können Bußgelder in Höhe von 150 Euro verhängt werden.

Hinweis: Das Überholverbot gilt in der Regel für Lkw und eher weniger für Pkw. Nichtsdestotrotz sollten alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll fahren und niemanden in Gefahr bringen.

Wie lassen sich Baustellen erkennen?

Häufig weisen Verkehrszeichen in einigen Kilometern Entfernung bereits im Vorfeld auf die Baustelle hin. Oftmals sind mehrere Schilder in großen Abständen vorhanden. Auf den Verkehrsschildern ist ein Männchen abgebildet, welches mit einer Schippe einen Sandhaufen bearbeitet. Um Unfälle zu vermeiden, gibt es Richtlinien, die der Verkehrssicherungspflicht unterliegen. Folglich müssen Baustellen ausreichend mit Schildern versehen sein. Diese Zeichen zeigen unter anderem an, in wie vielen Kilometern der Autofahrer auf die Baustelle trifft und welche Geschwindigkeit an der Baustelle einzuhalten ist. Zudem finden sich auch Schilder an, die auf ein Überholverbot hinweisen – am Ende der Baustelle werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Überholverbote durch gesonderte Schilder wieder aufgehoben.

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