Tipps, wie sich das Auto erfolgreich online verkaufen lässt

Kommt ein Auto in die Jahre, so erwägen zahlreiche Autobesitzer, das Fahrzeug zu verkaufen. Einige entscheiden sich für den Verkauf beim Autohändler, andere wiederum für den Privatverkauf. Dabei nutzen zahlreiche Autohalter die Prämisse, das Fahrzeug online zu verkaufen. Im Internet finden sich mittlerweile zahlreiche Portale an, die den Autoverkauf erleichtern sollen. Doch worauf ist bei der Veräußerung zu achten und wie gelingt der Verkauf am besten?

Inhalt dieses Beitrags

Wie lässt sich herausfinden, ob ein Portal seriös ist?

Der Verkauf von Autos im Internet ist überaus beliebt. Zumeist erhalten Autohalter nämlich mit dem Privatverkauf mehr Geld, als beim hiesigen Autohändler. Und so wächst die Anzahl der Internetportale, die den Autoverkauf unterstützen sollen, täglich weiter. Doch nicht jedes Portal ist seriös und so gilt es, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden.

Wie genau finden Interessierte eine seriöse Plattform im Internet?

Zunächst sollten Nutzer die Webseite kontrollieren. Finden sich ein ausführliches Impressum, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Kontaktdaten an? Dann handelt es sich vermutlich um einen seriösen Webseitenauftritt. Ist hingegen keines der genannten Punkte vorhanden, so ist in jeden Fall Vorsicht angesagt.

Neben diesen Hinweisen sollten Anwender zusätzlich im Vorfeld Kundenrezensionen studieren. Wirken die Bewertungen seriös und würden „“echte““ Kunden auch tatsächlich solche Bewertungen abgeben? Wer sich unsicher ist, sollte Kontakt zum Seitenbetreiber aufnehmen. In diesem Rahmen können potenzielle Verkäufer Fragen stellen. Gleichzeitig lässt sich abklären, ob der Betreiber vertrauenswürdig erscheint. Wenn ein gutes Gefühl vorherrscht, kann der Fahrzeugverkäufer im Anschluss sein Glück versuchen und das Auto auf der Seite inserieren.

Wann ist der beste Zeitpunkt, ein Auto zu verkaufen?

Viele Verkäufer vermuten, dass der Frühling oder Sommer der ideale Zeitpunkt ist, um ein Auto zu verkaufen. Allerdings sind Experten der Ansicht, dass der beste Zeitraum, um einen gebrauchten Wagen zu verkaufen, immer noch die Herbst- sowie Winterzeit ist. In diesen Monaten lassen sich offensichtlich die besten Preise für Gebrauchtwagen erzielen. Wer sein Auto zum besten Preis veräußern möchte, sollte daher das Fahrzeug eher während der kalten, ungemütlichen Jahreszeit verkaufen.

Im Grunde ist es allerdings gleich, wann das Auto zum Verkauf angeboten wird. Möchte ein Verkäufer das Auto im Frühjahr veräußern, so kann er dies natürlich gerne tun. Der Autohalter muss sich allerdings gewiss sein, dass der Verkaufspreis zu diesem Zeitpunkt nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen könnte.

Wie setze ich den Verkaufspreis an?

Das angebotene Auto sollte weder zu günstig noch zu teuer ausfallen. Der richtige Preis ist entscheidend, um Kunden anzulocken. Es ist faktisch, dass eine überteuerte Kostenvorstellung die Käuferschaft verschrecken könnte. Niedrige Preise hingegen sorgen nur dafür, dass der Verkäufer Einbußen hinnehmen muss. Es ist daher wichtig, den idealen Mittelweg zu finden.

  • Fahrzeugzustand:
    Ein Auto, das so wenig Makel wie möglich aufweist, lässt sich am besten verkaufen. Kratzer, Beulen oder gar Spuren von Unfallschäden lassen den Preis hingegen eher sinken.
  • Eindruck:
    Unschöner Lack, der von der Sonne ausgebleicht wurde und durchgesessene Sitze – diese und andere Makel sorgen zumeist dafür, dass der Käufer den Preis zu drücken versucht. Es ist daher ratsam, das Auto zunächst einer Pflege zu unterziehen. Je besser das Fahrzeug aussieht, desto höher wird der Preis ausfallen.
  • Sonderausstattungen:
    Nicht nur die Optik spielt eine eminente Rolle. Auch spezielle Einbauten und Vorrichtungen machen die Höhe des Verkaufspreises aus.
  • Kilometerstand:
    Die meisten Autoverkäufer vermuten es und es ist wahrlich eine unweigerliche Tatsache: je höher der Kilometerstand ausfällt, desto niedriger liegt der Fahrzeugwert. Autos mit einem geringen Tachostand erzielen hingegen einen deutlich vorteilhafteren Preis.

Wer sich unsicher ist, wie der Preis am besten für die Annonce anzusetzen ist, der nutzt einfach die Schwacke-Liste. Mit dieser Liste lässt sich herausfinden, wie hoch der Verkaufspreis für das Fahrzeug tatsächlich ausfallen könnte. Die Schwacke-Liste lässt sich ganz einfach im Internet nutzen. Die Abfrage kostet derzeit 7,90 Euro.

Bei Unsicherheiten einen Gutachter beauftragen

Wer auf jeden Fall sichergehen möchte und nichts dem Zufall überlassen will, nutzt die Zusammenarbeit mit einem Gutachter. Der Sachverständige versteht einiges von seiner Arbeit und kann genau bestimmen, wie es um den Zeitwert des Gebrauchtwagen steht. Nach der Prüfung erhält der Verkäufer ein Zertifikat. Mit diesem lässt sich das Auto besser verkaufen. Die Untersuchung kostet jedoch häufig zwischen 70 und 150 Euro. Die Höhe der Kosten hängt mitunter vom Prüfungsumfang ab.

Den Gebrauchtwagen zum besten Preis verkaufen

Es ist natürlich erheblich, das Auto von der besten Seite zu zeigen. Ein sauberes Auto erhält bessere Preise als ein Wagen, welches zuvor nicht oder nur minder gepflegt wurde. Um das Auto gewinnbringend zu veräußern, sollte es daher bestmöglich in Szene gesetzt werden:

  • Hochauflösende Bilder bei gutem Tageslicht erhöhen die Verkaufschancen.
  • Ein Auto, welches von Außen und Innen gereinigt ist, erbringt mehr Kundeninteresse.
  • Um das Fahrzeug interessanter erscheinen zu lassen, ist ein neutraler Hintergrund zu erwählen.
  • Nummernschilder sind immer auszusparen.
  • Das Auto sollte nicht nur von vorne, sondern von allen Seiten fotografiert werden.
  • Auch Bilder vom Innenbereich sind immer für Kunden von Interesse.
  • Schäden und Beulen sind ebenfalls zu dokumentieren – Ehrlichkeit währt immer am längsten.

Es dauert oftmals nicht lange, da erhalten Anbieter nach Veröffentlichung der Verkaufsanzeige ziemlich schnell Kontakte. Die meisten Interessierten möchten natürlich handeln und das angebotene Auto zum bestmöglichen Preis kaufen. Daher sollte das Auto nicht nur auf einer Webseite angeboten werden. Wird das Auto auf verschiedenen Portalen offeriert, so steigt die Chance, für das Fahrzeug einen soliden Preis herauszuschlagen.

Tipp: Verkäufer sollten stets darauf achten, dass die Angebote unverbindlich sind. So lässt sich die Maßgabe nutzen, Angebote, die weniger sinnreich erscheinen, abzulehnen.

Ist ein Angebot nach den persönlichen Vorstellungen, so kann im Anschluss ein Abholtermin ausgehandelt werden. Ein Kaufvertrag findet sich auf einer guten Verkaufsseite meistens schon an. Nutzer können diesen häufig als PDF herunterladen und nutzen. Diese Formulare stellen handelsübliche Verträge dar und bieten sämtliche Passagen, die für einen Kaufvertrag wichtig sind.

Verkauf über alternative Seiten

Wer mag, kann sein Auto auch über den Zweig der Selbstvermarktung anbieten. Das bedeutet für den Verkäufer jedoch starke Nerven und viel Geduld. Die Nachfrage an Angeboten dürfte in diesem Rahmen ziemlich hoch sein. Das bedeutet, dass der Veräußer nicht nur viele Anrufe oder Nachrichten erhält. Er wird auch Anfragen zu Probefahrten bekommen und all diese Kontaktanfragen bestmöglich beantworten müssen.

Der Vorteil ist jedoch, dass der Verkäufer sich Zeit nehmen und jedes Angebot auf Herz und Nieren überprüfen kann.

Kfz-Versicherung über den Verkauf Bericht erstatten

Ist ein Verkäufer gefunden worden, der das Auto nach einer Probefahrt kaufen möchte, so steht dem Kaufvertrag nichts mehr im Wege. Autoverkäufer sollten allerdings Zeugen für die Übergabe, die Kaufvertragsunterzeichnung und die Bezahlung einholen.

Anschließend ist die Kfz-Versicherung über die Veräußerung zu informieren, damit der Versicherungsschutz eingestellt wird.

Tipp: Das Auto sollte ebenso direkt nach dem Verkauf bei der zuständigen Zulassungsstelle abgemeldet werden. Warum ist das wichtig? Baut der neue Autobesitzer mit dem verkauften Auto einen Unfall, so haftet der Vorbesitzer, auf welchen das Auto noch gemeldet ist, auch für den Schaden. Das kann bedeutet, dass der Vorbesitzer auch in der Schadensfreiheitsklasse sinkt. Es ist daher ratsam, zügig zu handeln und das Auto abzumelden.

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