Wiederaufbauwertgutachten für Klassiker

Der Wert von Young- und Oldtimern ergibt sich aus einer Vielzahl an Faktoren. Manche von ihnen wirken sich positiv, andere negativ auf den Wert des Klassikers aus. Neben den sogenannten harten Basisdaten wie Baujahr, Aufbau, Motorisierung, Typ und Marke gibt es noch weitere sogenannte Softfaktoren zu berücksichtigen.

Inhalt dieses Beitrags

Wichtige Faktoren bei einem Wiederaufbauwertgutachten für Klassiker

Dazu gehören die Anzahl der Vorbesitzer, die Originalität, die Farbe und der aktuelle Nachfragewert am Markt für Oldtimer und Youngtimer. Zu den wichtigsten Faktoren, um den Wert von klassischen Fahrzeugen zu bestimmen, gehören nach wie vor die Zustandsnoten Eins bis Fünf. Diese Noten beschreiben den jeweiligen Erhaltungszustand des Fahrzeugs. Dabei steht die Note 1 für einen sehr guten, nahezu makellosen Zustands eines Fahrzeugs und die Note 5 für den schlechtesten möglichen Zustand.

Note 1 (sehr guter Zustand)

Hierbei handelt es sich um einen äußerst selten anzutreffenden Zustand bei Oldtimern. Mit Sicherheit besitzen, bei realistischer Bewertung, wesentlich weniger Fahrzeuge diese Bewertung, als man dies in Angeboten liest. Als Faustformel mag gelten, dass bei vier angeblichen Fahrzeugen der Note 1 nur eines diese nach einem Kfz-Gutachten tatsächlich verdient. Häufig werden Fahrzeuge mit der Note 1 angepriesen, weil sie nach der Restaurierung hübsch anzusehen sind und über Chromteile verfügen, wo im Original kein Chrom war. Dies ist von vornherein unzulässig, alle Teile müssen entsprechend ihrem Originalzustand wieder hergestellt worden sein. Von diesem Grundsatz gibt es nur eine einzige Ausnahme: Aus Umweltschutzgründen kann bei Fahrzeugen heute das frühere Cadmieren nicht mehr angewandt werden.

Der echte Oldtimer mit der Note eins, der sowohl einem Kfz-Gutachten als auch einem Kfz-Kostenvoranschlag standhält, ist in makellosem Zustand nach vollendeter, fotodokumentierter und vollständiger Automobilrestaurierung. Diese Restaurierung wurde durch einen Fachmann durchgeführt, der mit hohem Aufwand perfekte Arbeit geleistet hat. Dabei wurden die Karosserie vom Fahrwerk getrennt und die Achsen herausgenommen. Gleichzeitig wurde jede Verschraubung gelöst und sämtliche Einzelteile wurden überholt und inspiziert. Am Ende der Prozedur ist der Wagen wie neu oder sogar noch besser, da eine sehr sorgfältige Restaurierung den ursprünglichen Zustand bei Werkslieferung in Bezug auf Rostschutz und Verarbeitungsqualität durchaus und wesentlich übertreffen kann. Zur Bewertung mit der Note eins gehört auch der Nachweis, dass ein bestimmtes Fahrzeug des Modells mit exakt diesem Getriebe und Motor vom Band lief, mit dem der Oldtimer ausgerüstet ist. Soweit es nachvollziehbar ist, gilt dies auch für weitere Teile. Zusätzlich müssen auch die Farbe der Innenausstattung und die äußere Lackfarbe dem Original entsprechen.

Note 2 (guter Zustand)

Die Note zwei beschreibt einen Zustand, in dem sich ein vollständig restauriertes Fahrzeug nach durchschnittlich drei Jahren und pfleglichem Gebrauch befindet. Bei dieser Note sind Gebrauchsspuren in Form von Putzspuren im Lack, Spuren an den Pedalen oder Spuren in Form von ausgebesserten Steinschlägen zulässig. Auch für den Erhalt der Note zwei ist eine aufwendige Restaurierung erforderlich, wobei hohe Anforderungen an die Originaltreue und die Ausführungsqualität gestellt werden. Dabei können Verbesserungen aus anderen Modellen (beispielsweise ein Getriebe oder ein anderer Vergaser) durchaus genutzt werden, sie müssen jedoch immer zeitgenössisch und auch rückbaubar sein. Ein Oldtimer mit der Note 2 darf auf gar keinen Fall Rost aufweisen, egal in welchem Umfang und ob sichtbar oder nicht.

Note 3 (gebrauchter Zustand)

Diese Klassifizierung beschreibt einen total restaurierten Wagen nach rund zehn Jahren pfleglichem Gebrauch. Diese Note trifft auf die meisten Oldtimer zu. Das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal dieser Fahrzeuge zur Note 2 besteht darin, dass diese Fahrzeuge Rost aufweisen dürfen, allerdings nicht an tragenden Teilen. Der Motor soll bei dieser Note in Leistung und Typ dem Motor des Originalfahrzeugs entsprechen. Ein Oldtimer mit der Note 3 ist verkehrssicher und sofort gebrauchsfähig. Es besteht kein akuter Reparaturbedarf, das Fahrzeug käme ohne Beanstandungen durch die Hauptuntersuchung.

Note 4 (verbrauchter Zustand)

Fahrzeuge mit dieser Klassifizierung sind fahrbereit, weisen aber einen deutlichen Verschleiß sowie erhebliche Mängel auf. Dazu können strukturelle Rostschäden, eine verschlissene Innenausstattung oder ein überholungsbedürftiger Motor gehören. Das Fahrzeug ist jedoch in allen Teilen vollständig und nicht zerlegt. Es ist zu erwarten, dass die nächste Hauptuntersuchung nur mit erheblichem Reparaturaufwand bestanden werden kann. Für die Bewertung in dieser Klassifizierung ist entscheidend, ob sich der Oldtimer auf dem absteigenden Ast oder auf dem Weg der Besserung befindet. Wurde bereits mit einer Restaurierung begonnen, gehört das Fahrzeug zur zweiten Kategorie. Zur ersten Gruppe gehören Fahrzeuge, die jahrelang beständig abgenutzt wurden und deshalb in der Gruppe 4 gelandet sind.

Note 5 (restaurierungsbedürftiger Zustand)

Fahrzeuge mit der Klassifizierung Fünf sind weder verkehrssicher noch fahrbereit und nur mit sehr großem Aufwand restaurierbar. Meist sind sie seit mehreren Jahren stillgelegt und sind nicht in allen Teilen vollständig. Diese Fahrzeuge werden in der Regel als Teileträger (zum Ausschlachten) genutzt. Der Wert des Fahrzeugs hängt von zwei maßgeblichen Faktoren ab. Dies ist zum einen die allgemeine Verfügbarkeit von Ersatzteilen des jeweiligen Modells sowie von den Schäden am Boden und der Karosserie. Fahrzeuge mit der Note Fünf sind mehr wert, solange die Ersatzteilversorgung noch gut ist. Dies ist meist dann der Fall, wenn der Hersteller eine gute Ersatzteilversorgung für Oldtimer anbietet oder wenn die Szene aus Händlern und Liebhabern des Modells eine gute Ersatzteilversorgung sicherstellt. Dies ist beispielsweise bei vielen englischen Modellen oder auch bei Mercedes-Benz, Porsche und BMW der Fall. Häufig hat dies dann jedoch auch einen, der Qualität der Ersatzteilversorgung entsprechenden Preis zur Folge.

Dabei stellt der Schrottwert keine Sockellinie für den Wert dar, da nicht selten ideelle Gründe dafür maßgebend sind, ein Fahrzeug zu erhalten und es nicht der, häufig ökonomischeren, Metallverwertung anzuvertrauen. Dadurch kann die paradoxe Situation entstehen, dass ein Oldtimer durch Restaurierungsarbeiten einen geringeren Wert erhält.

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